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15 Jahre Trialog in der Prozessanalytik

Vor 15 Jahren wurde der Arbeitskreis Prozessanalysentechnik als Forum für Anwender Hersteller und Akademia gegründet. Seine Aufgabe ist noch lange nicht erfüllt, denn kaum ein Thema entwickelt sich angesichts von Digitalisierung und Prozessintegration so dynamisch wie die Prozessanalytik. Beim 15. Herbstkolloquium Prozessanalytik vom 25. -27. November im Marl geht es deshalb vor allem um Entwicklungen für die Zukunft.

Der Blog-Beitrag ist jetzt online

November 12, 2019 Blog

15. Herbstkolloquium Prozessanalytik; 25. – 27. November 2019 Feierabendhaus, Marl

Themenschwerpunkt: PAT in der industriellen Anwendung

Innovative Prozessanalytik als zentrales Element im Produktlebenszyklus

Von der Prozessplanung über die Prozessentwicklung bis hin zur Prozessführung: Prozessanalytik ist ein zentrales Element im Produktlebenszyklus. Wie sie in den einzelnen Phasen eingesetzt wird, wird beim 15. Kolloquium Prozessanalytik anhand von Beispielen aus der industriellen Praxis diskutiert.

See you in Marl!

Liebe Grüße
Christoph Herwig

November 12, 2019 Blog

Join our EuroPACT 2020 conference! Call for Papers now open!

The competitiveness of all processing industries – from (petro)-chemicals over pharmaceuticals to foods & feeds – greatly depends on its ability to deliver consistent, high-quality and high-value products at competitive prices, in a sustainable way. Data, Data Analytics and Process Analytical Technology will become the cornerstones for any global, competitive industry, and process analytical techniques are an essential tool in this future. With this in mind EuroPACT 2020 focuses on featuring innovation along the following three pillars:

1. Process Analytics in Real-World Manufacturing
2. From Data to Process Monitoring, Control and Optimization
3. Novel PAT and Instrumental Technologies

The conference will be completed by an exhibition of instrumentation, applications and data evaluation tools.

EuroPACT 2020 provides a unique meeting and a discussion forum for researchers and users of process analytics from both academia and industry. The conference programme will include plenary and invited lectures and plenty of opportunity for discussion with colleages during poster sessions.

We have a dedicated conference website which enables you to submit your abstracts online and register for this event.

We look forward to seeing you in Copenhagen!

November 12, 2019 Nachrichten

Announcement of the Siemens Process Analytics Award for Young Scientists

The German Working Group „Prozessanalytik“ in cooperation with Siemens will award the 6th Siemens Process Analytics Prize to a young scientist for an outstanding publication in the field of Process Analytics. The prize is endowed with € 3.000.
The EUROPACT 2020 award committee will select the winner and hand over the Award at the Europact 2020 in Copenhagen, 18-20 May 2020.

Applicants should be the main contributing author of a paper printed or accepted for publication in an international peer-reviewed journal in 2018 or 2019. They should be no older than 30 years of age. Applicants may apply individually or they can be recommended by another scientist.

Applications or recommendations should be submitted in electronic form (preferably PDF) by 28th February 2020 and should include a copy of the paper, a CV, a brief description of the scientific contribution, and the reasons why the candidate merits the award.

Mehr Informationen finden Sie in diesem beigefügten PDF:

Siemens_Award 2020

November 12, 2019 Nachrichten

Role of PAT in AI or/and the role of AI in PAT

Künstliche Intelligenz (KI) als Schlagwort ist in aller Munde. Der Auftrag des Arbeitskreises Prozessanalytik ist das Einsortieren dieser Trends in das Umfeld der Prozessanalytik. Daher stellen sich zum Beispiel folgende Fragen:

  • Wie ist KI verflochten mit Prozess Analytischer Technologie (PAT).
  • Wer nutzt es bereits und in welcher Weise?
  • Welchen Mehrwert schaffen solche Ansätze heute bereits für Unternehmen?
  • Welche Lösungen werden erfolgreich genutzt?
  • Was sind die Voraussetzungen, die für einen erfolgreichen Einsatz maßgeblich sind?
  • Trägt PAT die möglichen Anwendungen von KI in die Unternehmen der Prozessindustrie?
  • Welche Probleme mit dem Einsatz von KI in PAT werden erwartet? Wer löst diese?
  • Gibt es eine Digital- bzw. Datenstrategie?
  • Wann wird es/soll es eingesetzt werden?
  • Wer entscheidet in Ihrem Unternehmen über KI?

Die Rolle von PAT vor dem Hintergrund einer sich beschleunigenden Entwicklung von KI Systemen ist anerkannterweise von höchster Relevanz.

Diesem Thema wollen wir uns in einer ad-hoc Arbeitsgruppe des AK-PAT widmen. Es soll das Ziel der Arbeitsgruppe sein, belastbare Informationen zu diesen Themen zu sammeln, diese einzuordnen, zu definieren und das synergistische Potential von KI und PAT zu erarbeiten und zu verbreiten.

Das Resultat des Arbeitskreises kann eine Umfrage, White Paper, Review oder eine wissenschaftliche Publikation sein. Wenn Sie Interesse haben in unserer Arbeitsgruppe mitzuwirken, dann wenden Sie sich bitte an Prof. Christoph Herwig

Mehr Informationen finden Sie in diesem PDF:

Adhoc_Role_of_PAT_in_AI_201910021

November 12, 2019 Nachrichten

AK-PAT-Kolloquium 2019 – der Blick weitet sich

Das PAT-Kolloquium findet wieder statt. Vom 25. bis zum 27. November 2019 bei Evonik in Marl, einem der Zentren der Chemie.

Die gute Nachricht: Es sind wieder hochwertige Vorträge im Programm zu neuen analytischen Methoden, neuen Erkenntnissen mit neuen Techniken und mit bewährten Methoden und Entwicklungen in und für die Praxis. Das ist die volle Tiefe der PAT.

Die andere gute Nachricht: Der Blick weitet sich!

Mit Impulsvorträgen und einem World Café widmet sich der AK-PAT der Prozessanalytik im industriellen F&E-Umfeld. Hier geht es vor allem darum, wie die PAT bereits in der industriellen F&E genutzt werden kann und in die vollendeten Prozesse überführt werden kann. Der Blick weitet sich zu einer Gesamtschau auf PAT, Prozessentwicklung und den späteren Einsatz der PAT in diesen Prozessen. Interessante Perspektive. Dazu gehört auch der Beitrag über die Erstellung von PAT-Lösungen „PAT-Projektabwicklung für Investitionsprojekte in der chemischen Industrie“. Eine der eher seltenen Gelegenheiten, bei der Analysesystemintegration thematisiert wird.

Der Blick weitet sich auch zum anderen Ende hin. Wie wird die PAT zukünftig in Prozesse eingebunden sein? Welche Daten und welche Wertschöpfung wird sie in einem digitalisierten System  liefern? Die beiden Vorträge „Die Relevanz der PAT im Kontext einer ganzheitlichen Digitalisierung verfahrenstechnischer Anlagen“ und „Prozessanalysator 4.0 und NAMUR Open Architecture“ lassen erwarten, dass sich die PAT dieser Entwicklung nicht nur stellt, sondern sich auch damit auseinander setzt, welche Rolle sie in dieser Entwicklung einnimmt und was sie zu geben hat.

Der Blick des AK-PAT weitet sich – mit Ihrer Hilfe

Nach 15 Jahren AK-PAT mag auch der Blick auf sich selbst erlaubt sein, zumindest wenn er nach vorne gerichtet ist. In der Podiumsdiskussion „Arbeitskreis Prozessanalytik – die nächsten 15„ wird das getan. Machen Sie doch bitte Vorschläge, was Sie sich vom AK-PAT wünschen bzw. in welche Richtung wir den Blick noch weiten sollten.

Im Übrigen wird wieder Sli.do zum Einsatz kommen. Ein System, mit dem Sie von Ihrem Smartphone aus Fragen zu den Vorträgen stellen oder kommentieren können. Oder Sie können wählen, z.B. wer aus Ihrer Sicht den Poster Slam gewinnen sollte. Für die wertvollen Beiträge von den Stillen.

Niedrige Barrieren, freundliche Atmosphäre

Besuchen Sie die Ausstellung der Hersteller, sehen Sie in der Poster-Ausstellung, welchen Beitrag die Jungakademiker leisten, oder nehmen Sie gleich einen mit in Ihr Unternehmen.

Und vor allem, netzwerken Sie auf Teufel komm raus, in den Pausen, bei den Abendveranstaltungen, gar noch im Hotel, oder durchaus später als Mitglied. Die Atmosphäre ist freundlich (lauter PAT-Kollegen!), die Barrieren sind niedrig (gelebter Trialog!) und die Themen sind frei (bedarfsorientiert, Mitgestaltungsmöglichkeiten!).

Weiten Sie auch Ihren (PAT-)Blick. Als Anfang vielleicht mit einem Blick in das Programm des diesjährigen Kolloquiums. Vielleicht sehen wir uns dann vom 25. bis 27. November.

So ging es übrigens im letzten Jahr in Hannover zu:

 

 

November 12, 2019 Blog

Erweiterter Vorstand des AK-PAT trifft sich – was darf die PAT-Gemeinde davon erwarten?

Am 19. und 20. September hat sich der erweiterte Vorstand des Arbeitskreis Prozessanalytik getroffen, diesmal bei Yokogawa in Ratingen.

Erweiterter Vorstand? Das klingt nach viel reisen, nach Verwaltung, viel reden und hohem Kaffeeverbrauch. Zwei halbe Tage haben uns allerdings gereicht, um alle anstehenden Veranstaltungen und anderen Aktivitäten zu planen und unsere Entscheidungen zu treffen.

Der Output:

  • Das Programm für das 15. Kolloquium am 25. – 27. November in Marl steht, mit aktuellen Vortragsthemen aus der Prozessanalytik, Poster-Ausstellung und Poster-Slam, Vorabendprogramm, World-Café, Round Table-Diskussionen, Verleihung des Prozessanalytik Award, Ausstellung der Hersteller und jede Menge Ansprechpartner, Austausch und Netzwerken. Mit der Möglichkeit von Online-Bewertungen und -Feedback direkt während der Veranstaltung. Evonik in Marl ist unser Gastgeber. In dieser thematischen Breite ist diese Veranstaltung für die PAT-Gemeinde einmalig.

Zum Kolloquiums-Programm

Zur Anmeldeseite

  • Organisation und Vorbereitung der EuroPACT im Mai 2020 in Kopenhagen ist unterwegs. Stellen Sie sich das Format des Kolloquiums auf den europäischen Rahmen übertragen vor. Mit Vortragenden und Teilnehmern von europäischen Hochschulen, Anwendern und Herstellern. Erweitern Sie Ihr Netzwerk auf Europaniveau.

Zu weiteren Informationen

  • Das erfolgreiche und unkonventionelle Format des Doktorandenseminars wird auch 2020 fortgesetzt. Doktoranden tauschen sich über Ihre Arbeiten aus, lauschen Vorträgen von Etablierten aus der Industrie, praktizieren Übungen zu Arbeitstechniken und netzwerken was das Zeug hält.

Weitere Informationen zum Doktorandenseminar , aber auch auf dem kommenden Kolloquium.

  • Weiterbildungsveranstaltungen für 2020 auf den Weg gebracht.

Über unsere weiteren Aktivitäten, nicht nur auf der letzten Zusammenkunft, informiert Sie unsere Website; dort ist auch ein Fachbericht anlässlich unserer 15 Jahre AK-PAT  zu lesen. Und – natürlich – kann man dort auch Mitglied werden.

Warum machen wir das alles? Wir haben eine gemeinsame Leidenschaft – Prozessanalytik.

Ihr erweiterter Vorstand des AK-PAT

November 3, 2019 Blog

Interdisziplinäres Doktorandenseminar 2017, Berlin-Adlershof

Zur elften Runde des interdisziplinären Doktorandenseminars luden die Arbeitskreise Prozessanalytik, Chemo- und Biosensoren, Chemometrik und Qualitätsmanagement und Elektrochemische Analysemethoden der GDCh die ca. 30 Tilnehmerinnen und Teilnehmer vom 12. bis 14. März 2017 nach Berlin Adlershof ein. Die Bundesanstalt für Materialforschung und ‑prüfung (BAM) war dieses Jahr nicht nur Ausrichter sondern auch Gastgeber, nachdem das traditionelle Tagungszentrum am Bahnhof Zoo nicht mehr zur Verfügung stand.

Der Beginn der Tagung unter dem Titel „Optofluidik und Mikro-Elektromechanische Systeme“ wurde Sonntagnachmittag durch den Impulsvortrag von Prof. Dr. Dominik Rabus zum Thema Optofluidik gekennzeichnet. Dieser gestaltete den fachlichen Einstieg für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sehr interessant und schaffte das entsprechende Grundwissen, sowie die Inspiration für den folgenden Design-Thinking-Workshop. Geleitet von Dr. Tobias Merz (Lonza AG) und begleitet von Buffet und Erfrischungsgetränken fanden die nach Zufallsprinzip gebildeten Gruppen rasch zu Teams zusammen. Die im freundlichen und konstruktiven Wettbewerb entwickelten Produktideen werden dabei in letzter Instanz vielleicht nicht alle den Weg in unseren Alltag finden, trugen aber durch ihre ausgesprochene Kreativität in jedem Fall zur allgemeinen Unterhaltung bei. Im Anschluss klang der erste Abend in den Veranstaltungsräumen aus.

Der nächste Tag begann mit einem Eröffnungsvortrag von Alexander Brächer über seinen Berufseinstieg bei Evonik, gefolgt von der ersten Vortragsrunde, aus deren Einzelbeiträgen sich teils lebhafte und durchaus kritische Diskussionen entfalteten. Bedingt durch die fachliche Weite des Themen- und Teilnehmerfeldes bekamen die Vortragenden die Möglichkeit den Blickwinkel auf ihre eigene Forschung zu erweitern. Dabei profitierte das Kolloquium nicht zuletzt von den erfahreneren Teilnehmern, die den jungen Forschern wertvollen Rat zum wissenschaftlichen Stil geben konnten. Nach Lunch und Postersession folgte am frühen Nachmittag der zweite Durchgang.

Im Anschluss an den gut durch getakteten wissenschaftlichen Teil des Tages nahm die Gruppe gemeinsam an einer Besichtigung des Flughafens BER teil. Dabei konnten sich die Teilnehmer im Rahmen des Teamevents ein Bild von den neuen Gebäuden machen und ausgiebig die Signifikanz des gelungenen Projekt- und Zeitmanagements erörtern.

Inzwischen abends ging es zurück in die Stadt, wo in den Köpenicker Ratskeller eingekehrt wurde. Während des Abendessens in uriger Umgebung herrschte gelöste Atmosphäre am großen Tisch. Die inzwischen privaten Gespräche zogen sich dabei fast ausnahmslos weit über das offizielle Ende des Tages hinaus.

Der dritte Tag wurde trotz der teils kurzen Nacht pünktlich von der dritten und letzten Vortragssession begonnen und endete kurz nach Mittag mit dem Abschlussvortrag von Dr. Nina Bahnemann zum Thema „Microfluidics in der Zellkulturtechnik und 3D gedruckte Lab-on-a-Chip Systeme im Zukunftstrend“. Daraufhin wurde der Preis für den besten Vortrag an Peter Werner (Universität Potsdam) vergeben. Den Preis für das beste Poster teilten sich Marvin Münzberg (Universität Potsdam) und Thomas Herl (Universität Regensburg). Weitere Vortragspreise gingen an Daniel Marquardt (Uni Hannover) und Timo Raith (Uni Rgensburg).

Nach durchweg positivem Feedback und herzlicher Verabschiedung trennten sich die Teilnehmer in Reisegruppen mit ähnlichen Zielen. Dabei bestand Einigkeit, dass es auch 2018 eine Ausgabe des Doktorandenseminars geben müsse, um die neu geknüpften Kontakte zu vertiefen.

Unser besonderer Dank geht an das neue Organisationsteam um Alina Matt, das für einen absolut reibungslosen Ablauf während als auch vor der Veranstaltung sorgte.

Thomas Schiewe, Uni Potsdam

März 14, 2017 Nachrichten

Herbstkolloquium 2019

25. – 27. November 2019 Feierabendhaus, Marl

 

Allgemeine Informationen

Das 15. Herbstkolloquium Prozessanalytik wird von der DECHEMA e.V. organisiert.

Das Programm steht auf der Veranstaltungsseite zum Download bereit

 

Melden Sie sich noch bis zum 21. Oktober 2019 zur Frühbuchergebühr an.

Motivation

Für den erfolgreichen Betrieb von Produktionsanlagen in der chemischen, pharmazeutischen oder der Lebensmittelindustrie ist eine optimierte Prozessführung entscheidend. Dies sollte bereits ab der Planung neuer Prozesse beachtet werden. Die Prozessanalytik ist dafür über den gesamten Produktlebenszyklus  das zentrale Werkzeug.

Prozessanalytik als Werkzeug von der Planung bis zur Produktion

Prozesssensoren und -modelle liefern Informationen über einzelne Verfahrensschritte, ermöglichen die rasche und sichere Erkennung kritischer Anlagenzustände, gewährleisten eine optimale Fahrweise der Anlage mit Hilfe einer automatisierten Prozessführung und stellen eine konstante Produktqualität sicher. Das Ergebnis ist eine sichere und effiziente Fahrweise der Prozesse, d.h. höchste Ausbeuten bei niedrigsten Kosten, Energie- und Rohstoffverbräuchen sowie Emissionen.

Auch bei der Prozessentwicklung ist die Prozessanalytik ein wichtiger Faktor: Strategien zum Umgang mit variablen Rohmaterialien sind ebenso erforderlich wie Konzepte, um Prozessparameter bzw. Produktqualitäten durch Modellierung und Kontrolle zu optimieren. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei die Definition von Messaufgaben entlang der Prozesskette. Durch innovative Messtechnik können zudem komplexe Messaufgaben gelöst werden.

Das 15. Kolloquium Prozessanalytik wird all die genannten Themen adressieren. In insgesamt vier Hauptsessions wird PAT als zentrales Element im Produktlebenszyklus an Beispielen vorgestellt. In Round-Table-Diskussionen sollen Fallbeispiele erläutert und Lösungen diskutiert werden. Dazu treffen sich Experten aus Forschung, Entwicklung und Industrie.

Netzwerkbildung

Das Herbstkolloquium ist die wichtigste deutschsprachige Veranstaltung zum Themenfeld Prozessanalytik und Prozessanalysenmesstechnik. Sie stellt – wie wir es nennen – den TRIALOG zwischen den Wissenschaftlern, Geräteherstellern und Anwendern her, um die Grenzen zwischen den Disziplinen zu überschreiten und Personen mit sehr unterschiedlichen Kulturen aus den verschiedenen Prozessindustrielandschaften zusammenzuführen. Die Fertigungs- und Prozessindustrie unterliegt einem starken Innovationsdruck und sich rasch verändernden äußeren Einflüssen. Durch den fachlichen Austausch lassen sich gemeinsame Lösungsansätze finden.

Prozessanalytik-Preis 2019

Wie jedes Jahr wird der Prozessanalytik Award auf dem diesjährigen Herbstkolloqium an eine herausragende universitäre Arbeit im Bereich PAT vergeben. Infos zu den Kriterien und Regularien der Teilnahme finden Sie hier.

Organisationskomitee

Vinzenz Abt, TU Berlin, Berlin

Tobias Eifert, Covestro Deutschland AG, Uerdingen

Martin Gerlach, Bayer AG, Leverkusen

Christoph Herwig, TU Wien, Wien/AT

Armin Lambrecht, Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM, Freiburg im Breisgau

Jens Nolte, Tec5 AG, Oberursel (Taunus)

Werner Worringen, Yokogawa Deutschland GmbH, Ratingen

Uwe Piechottka, Evonik Technology & Infrastructure GmbH, Hanau-Wolfgang

Vielen Dank an die diesjährigen Sponsoren

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Februar 28, 2017 Veranstaltungen

Bericht vom 12. Kolloquium Prozessanalytik in Berlin zum Themenschwerpunkt: „Prozessanalytik in der Pharma- und Lebensmitteltechnologie“, Berlin

Das 12. Kolloquium würdigte mit dem diesjährigen Schwerpunkt auf der Pharma- und Lebensmittel-technologie zwei technisch-wissenschaftliche Bereiche, die sich zum einen die Aufgabe gestellt haben, für jeden und jede Krankheit etwas parat zu haben, und zum anderen daran arbeiten, nicht nur den Hunger zu bekämpfen, sondern täglich auch eine unermessliche Auswahl an Lebensmitteln für eine ausgewogene Ernährung zur Verfügung zu stellen.

Etwa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zur Prozessanalytik-Fachtagung, die in diesem Jahr bei der Bayer Pharma AG in Berlin zu Gast war. Zum zweiten Mal wurde dem Kolloquium eine Opening Session mit Einführungsvorträgen zum Themenschwerpunkt am Vortrag vorangestellt, die von über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht wurde. Das Programm wurde durch 16 Aussteller und fast 30 Posterbeiträge abgerundet.

In beiden Arbeitsgebieten bestehen nach wie vor große Herausforderungen. Phamaka etwa stehen bei weitem nicht überall auf der Welt in gleichmäßiger Qualität und bezahlbar zur Verfügung. Auch die noch immer schnell wachsende Bevölkerung sowie der fortschreitende Klimawandel stellen die Lebensmittel-produzierende Industrie sowie die Erzeuger vor die immer größer werdende Aufgabe, nachhaltigere und insbesondere ergiebigere Verfahren zu entwickeln und umzusetzen. Die Prozessanalytik kann und wird an diesen Stellen ihren Beitrag leisten.

Die Anforderungen an die Prozessanalytik für die Pharma- und Lebensmittelproduktion weisen viele Parallelen auf. So sind beide Bereiche heutzutage regulatorischen Anforderungen unterworfen, die auf der Basis einer risikobasierten Vorgehensweise beruhen, womit Entwicklungs-, Herstellungs- und Qualitätssicherungsprozesse sowohl für die Produzenten als auch für die überwachenden Behörden deutlich verbessert und beschleunigt worden sind. Diese erfreuliche Entwicklung hat ihr Ende aber noch lange nicht gefunden und die die Verfahren befinden sich noch immer in einem starken Wandel. Dennoch haben sie bereits jetzt dazu beigetragen, dass zum Beispiel viele Produktionsmaschinen und Teilanlagen ihre Prozessanalytik bereits an Bord haben, wie etwa der Mähdrescher mit eingebauter Online-Spektroskopie und GPS-Kartierung für das Precision Farming oder die Gefriertrocknungsanlage mit 100-%-Trocknungskontrolle am vereinzelten Produkt.

Auf dem Kolloquium wurden die wichtigsten Herausforderungen zu den Themen technologie- und verbrauchergetriebenen Herstellungsverfahren, von Phenotyping und Digital Farming über rote und grüne Biotechnologie bis hin zur Laborautomation unter Einsatz der Hochdurchsatz-Experimentation aufgegriffen. Die in der Pharma- und Lebensmittelherstellung gesteckten Ziele sind hoch und entsprechend groß sind die zu erwartenden Vorteile: Im sogenannten Real Time Release wird die Qualität des finalen (Zwischen-)Produktes ausschließlich aus In-Prozess-Kontrollen oder Prozessdaten abgeleitet. Für jede produzierte Charge lässt sich die Konformität zu akzeptierten Qualitätsmerkmalen aufzeigen und diese damit ohne weitere Endkontrolle freigeben. Der konsequente Einsatz von Real Time Release ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die kontinuierliche Produktion (Continuous Manufacturing), die die Pharmazeutische Industrie eines Tages adaptieren wird. Im historischen Rückblick haben sich fast ausnahmslos alle Zweige der Produktion in der Prozessindustrie mehr und mehr hin zu einer kontinuierlichen Produktion gewandelt. Man kann davon ausgehen, dass die Qualitätssicherungskosten bei konsequenter Implementierung von PAT von derzeit ca. 30 % in zukünftig einen kleinen einstelligen Prozentbereich der COGS gesenkt werden können. Gleichzeitig führt der Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der Produkte selbst sowie ihrer Herstellungsprozesse. Die Qualität wird sozusagen intrinsisch eingebaut. So kann die Sicherheit für den Verbraucher sogar noch gesteigert werden und der Kostenanstieg im Gesundheitssystem wird deutlich gedämpft.

Prozessanalytik-Award 2016 des AK Prozessanalytik

Der Prozessanalytik-Award 2016 des AK Prozessanalytik konnte im Rahmen des 12. Kolloquiums Prozessanalytik 28.-30.11.2016 in Berlin dieses Jahr zum achten Mal verliehen werden. Der Preis wird für die besten Qualifizierungsarbeiten auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des Vorstands des Arbeitskreises die Preisträgerinnen ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der GDCh oder DECHEMA.

Der Preis wurde verliehen an Herrn Marco Wunsch, BASF SE für seine Masterarbeit: ,,Untersuchung der Eignung des Verfahrens Multiplexing GC für prozessanalytische Messungen“. Seine Masterarbeit fertigte Herr Wunsch an der Hochschule Mannheim an.

In seiner Arbeit untersuchte Herr Wunsch die Multiplexing GC für prozessanalytische Messungen. Dabei wurde eine Analysenmethode mit dem Verfahren der Hadamard-Transformations-basierten Multiplex-Gaschromatographie (mpGC) entwickelt. Damit gelang der quantitative Nachweis von Benzol, Toluol, Ethylbenzol und den 3 Strukturisomeren des Xylols (BTEX) im Messbereich von 1–10 ppb in einem CO2 Strom. Die Probe wird mit Hilfe eines Multiplex-Injektors bis zu 512 Mal nach einer pseudozufälligen Sequenz in einen Gaschromatographen injiziert. Der Testchromatograph lieferte die gesamte Zeit zuverlässig Messwerte. Damit konnte die Robustheit und Zuverlässigkeit der Messmethode mpGC als prozessanalytische Messung in einer chemischen Produktionsanlage gezeigt werden.

November 30, 2016 Nachrichten
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