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AK-PAT-Kolloquium – Keine Probenvorbereitung, hurra

Es ist wieder soweit, vom 4. bis 5. Dezember  veranstaltet der Arbeitskreis Prozessanalytik sein 14. Kolloquium unter dem Titel Stabilität von und durch PAT-Lösungen – vom Sensor über die Methode zum Prozess –

Nachdem in der Hauptversammlung der NAMUR kürzlich in Vorträgen, Workshops und Diskussionen deutlich geworden ist, welch zentrale Rolle die Prozessanalytik in den Prozessen der chemischen Industrie spielt, trifft sich nun die PAT-Gemeinde zum Kolloquium  in Hannover zum Austausch.  Ca. 150 – 200 PAT-Experten und PAT-Interessierte werden aus der Industrie, den Hochschulen und von den Herstellern als Teilnehmer erwartet,  um sich zum Thema PAT auszutauschen.

Austauschen bedeutet in dieser Veranstaltung: Fachvorträge, Poster-Session, Ausstellung – und vor allem ein intensives Networking, zu dem insbesondere auch Experten aus benachbarten Bereichen der Automatisierungstechnik willkommen sind.

Austausch bedeutet erstmals aber auch Round Table-Diskussionen mit den Kolloquiums-Teilnehmern z.B. zum Thema Probenvorbereitung. In einem kompletten Analysensystem ist häufig die Probenvorbereitung der empfindlichste Teil. Gute Probenvorbereitung ist eine wichtige Voraussetzung für eine zuverlässige Analyse. In mehreren Impulsvorträgen wird kurz in das Thema eingeführt. In einer anschließenden Round Table-Diskussion wird dann über die verschiedenen Aspekte der Probenvorbereitung diskutiert: Gute Erfahrungen, schlechte Erfahrungen, Lerneffekte etc.

So geht es zum Beispiel auch um Insitu-Verfahren. Insitu-Verfahren, also Verfahren ohne Probenvorbereitung, in einer Runde zum Thema Probenvorbereitung? Ist das nicht ein Widerspruch? Nur auf den ersten Blick, denn die Probenvorbereitung entfällt zwar, der Einfluss der Probe auf die Messeinrichtung jedoch nicht. Vorbereitung des Analysators auf die Probe ist deshalb bei Insitu-Verfahren eine unabdingbare Voraussetzung. Welche Erfahrungen haben Sie mit probenahmefreien Verfahren gemacht? Bitte teilen Sie Ihre Erfahrungen mit den anderen Teilnehmern und mit uns vom AK-PAT in der Round Table-Diskussion.

Vielleicht nehmen Sie aus dieser Diskussion auch etwas mit für Ihren Betrieb, und sei es der Kontakt zu einem Teilnehmer mit ähnlichem Anwendungshintergrund. Wir werden in der Folge über die Ergebnisse berichten.

Sollten Sie sich eher dafür interessieren, wie das Prozessverständnis durch PAT verbessert werden kann: Es gibt auch zu diesem Thema eine Round Table-Diskussion.

Das Programm des Kolloquiums finden Sie hier (Anmeldeformulare auch):

http://arbeitskreis-prozessanalytik.de/veranstaltungen/herbstkolloquium/

13. Kolloquium des Arbeitskreises Prozessanalytik bei der Firma Festo

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

November 14, 2018 Allgemein

Prozessanalytik-Award 2018 für die beste Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik

Einsendeschluss: 28.09.2018

Prozessanalytik-Award 2018 für die beste Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik

Sie haben im Jahr 2017 eine Masterarbeit oder Dissertation betreut, die sich mit der Prozessanalytik beschäftigt? Wenn Sie finden, diese Abschlussarbeit hätte eine Auszeichnung verdient, dann sind Sie bei uns richtig.

Der Prozessanalytik-Award wird jährlich vom Arbeitskreis Prozessanalytik für die beste Qualifizierungsarbeit (Masterarbeit und/oder Dissertation) auf dem Gebiet der Prozessanalytik im deutschsprachigen Raum (DACH) für das jeweils vergangene Jahr vergeben. Aus den Einreichungen wählt eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des erweiterten Vorstandes des Arbeitskreises, die Preisträger aus. Die Gewinner dürfen sich über ein Preisgeld in der Höhe von € 1.000 sowie eine kostenlose zweijährige Mitgliedschaft in der GDCh oder der DECHEMA freuen. Offiziell übergeben wird der Prozessanalytik-Award 2018 diesmal auf dem 14. Herbstkolloquium des Arbeitskreises vom 03.-05.12.2018 in Hannover.

Vorschläge für den Prozessanalytik-Award 2018 können bis zum 28.09.2018 entgegengenommen werden und sind von den Betreuern der Qualifizierungsarbeiten bitte direkt an den Vorstand des Arbeitskreises Prozessanalytik zu richten (vorstand@arbeitskreis-prozessanalytik.de).

Einzureichende Unterlagen:

  • kurze Begründung des Betreuers
  • Abstract und Kopie der Abschlussarbeit

Bitte verwenden Sie oben genannte E-Mail-Adresse auch gern für etwaige Rückfragen.

Es können nur Einreichungen durch den Betreuer angenommen werden. Die Unterlagen können in Deutsch oder Englisch eingereicht werden.

Der Vorstand hat sich darauf verständigt, nur Arbeiten zu berücksichtigen, die nicht an Körperschaften entstanden sind, mit denen die Mitglieder der Jury direkt in Verbindung stehen.

Hier geht es zu den Gewinnern der vergangenen Jahre:

http://arbeitskreis-prozessanalytik.de/derarbeitskreis/preise/

Juli 24, 2018 unsere News

Herbstkolloquium 2018

14. Kolloquium Prozessanalytik „Stabilität von und durch PAT Lösungen – Vom Sensor über die Methode zum Prozess“ vom 03. – 05. Dezember 2018 in Hannover

 

Programm online: Melden Sie sich an!

 

Sehr geehrte Interessierte der Prozessanalytik,

wir freuen uns sehr, Ihnen das Programm des 14. Kolloquiums Prozessanalytik vorzustellen. Nutzen Sie den Vorteil des Frühbucherpreises und melden Sie sich bis zum 21. Oktober 2018 an.

Sie möchten sich noch mit einem Poster und Poster-Kurzvortrag beteiligen? Dann sichern Sie sich einen der noch wenigen freien Plätze und reichen Sie einen Poster-Beitrag bis zum 15. Juli 2018 ein.
Im Rahmen der Tagung wird der Prozessanalytik-Award 2018 für die beste Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik vergeben. Bewerben Sie sich bis zum 28. September 2018, Informationen zur Einreichung finden Sie hier.

Auskünfte zu Reisekosten-Stipendien des AK Prozessanalytik, finden Sie hier.

Wir freuen uns sehr, Sie im Dezember 2018 in Hannover begrüßen zu dürfen.

Das Organisationskomitee
Prof. Dr. Karsten Rebner, Dr. Jens Nolte, Alina Matt, Dr. Martin Gerlach, Prof. Dr. Christoph Herwig, Dr. Dörte Solle

Kontakt: Martina Losch,  Tel.: +49 69 7917-580 m.losch@gdch.de

Juni 15, 2018 unsere News

ACHEMA 2018

Die ACHEMA 2018 steht vor der Tür. Sie findet vom 11. bis 15. Juni in Frankfurt statt. Der AK Prozessanalytik ist Gastgeber der Sessions „Innovativ process analytics“ und „Model based control in real life“ am Dienstag, den 12.06.2018 auf dem ACHEMA Congress.

Eine ausführlichen Plan aller Sessions finden sie hier. Wir sehen uns auf der ACHEMA!“

April 13, 2018 Allgemein

Bericht des 12. interdisziplinären Doktorandenseminars 2018 in Berlin

Das 12. Interdisziplinäre Doktorandenseminar der Arbeitskreise Prozessanalytik, Chemo- und Biosensoren, Chemometrik und Qualitätsmanagement tagte dieses Jahr vom 25. Bis 27. März in den Räumlichkeiten der Gastgeber von der Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) in Berlin Adlershof. Unter dem Leitthema „MVDA – von Daten zu smarten Entscheidungen“ trafen ca. 30 Teilnehmer/innen  aus Akademia und Industrie zusammen um den aktuellen Stand der Wissenschaft und Anwendung zu diesem Thema näher kennen zu lernen und zu diskutieren.

Nach einer verspäteten Anreise von vielen Teilnehmer/innen, aufgrund eines Schienenbruchs zwischen Hauptbahnhof und Adlershof, startete das Programm mit einer freundlichen Begrüßung von Florian Aupert und einem anschließenden Impulsvortrag von Herrn Dr. Clemens Minnich (S-Pact GmbH). Der Fachvortrag vermittelte einen interessanten Überblick über die Chemometrie und zeigte, welch hohe Relevanz das Auswerten von Spektraldaten in der Prozessüberwachung mit sich bringt. Ein üppiges Abendessen sorgte anschließend für ausreichende Energie und Kreativität für den von Herrn Dr. Alexander Brächer (Evonik Industries AG) moderierten Design Thinking Workshop. In zwei Teams wurden kreative Produktideen für eine Sensorentwicklung für die Alltagsbereiche „Wohnen“ und „Gesundheit“ in einer lockeren Atmosphäre bei Wein und Bier bearbeitet. Die Bearbeitung der Ideen erfolgte durch ganz verschiedene Herangehensweisen und breiteten den perfekten Raum sich untereinander kennen zu lernen. Die finalen Produkte der „iPott“ und der „ProtoTYP“ wurden durch eine impulsive Präsentation und durch ein lebhaftes Theaterstück der kritischen Jury vorgestellt und bewertet. Der erste Abend klang in den Veranstaltungsräumen der BAM aus.

Am nächsten Tag eröffnete Frau Dr. Kristina Eisen (BASF) das Seminar mit einem Vortrag über die „Chemometrie in der Prozessspektroskopie“. Der Vortrag veranschaulichte dem Publikum den Einsatz der Spektroskopie in der Industrie und bekräftigte viele Doktoranden/innen, die an der Universität in diesem Themenbereich forschen, in ihren Arbeiten. Die anschließenden Vorträge der Doktoranden/innen zeigten, wie weitreichend die Anwendungen der Analytik und der damit verbundenen Datenanalyse in Chemie/Materialwissenschaften und Biotechnologie sind. Forschungsergebnisse und Ansätze wurden diskutiert und boten die perfekte Gelegenheit eine neue Perspektive auf die eigene Forschung zu gewinnen und über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen. Bei Kaffee und Kuchen konnten in der Postersession weitere Forschungsergebnisse der Teilnehmern/innen betrachtet und besprochen werden.

Nach dem wissenschaftlichen Teil des Tages begann, nach einer kurzen Verschnaufpause im Hotel, die Führung durch den Technologiepark Adlershof. Ein Vortrag gab zunächst eine umfangreiche Übersicht über die Themengebiete der einzelnen Forschungsinstitute. Der Park wurde anschließend in einem 1,5 stündigen Rundgang besichtigt, wobei hier insbesondere die Windkanäle, in denen die Widerstandskraft von Flugzeugen in aerodynamischen Luftströmen untersucht worden sind, auf Neugier stießen.

Im Anschluss ging es per Taxi Shuttle nach Friedrichshain in das Restaurant Tempo-Box. Bei einem guten Essen in geselliger Runde wurden in einer lockeren Atmosphäre gute Gespräche mit neuen und alten Bekanntschaften geführt. Das Abendprogramm wurde in guter Stimmung in weiteren Bars in Friedrichshain über das offizielle Ende hinweg fortgesetzt.

Der nächste Tag begann, trotz einer recht kurzen Nacht für Einige, pünktlich mit einer weiteren letzten interessanten Vortragssession. Nach einer Kaffeepause präsentierte ein altbekanntes Gesicht des Doktorandenseminars, Herr Dr. Tobias Eifert, seinen Berufseinstieg in der Verfahrenstechnik bei der Evonik. Dies gab den Doktoranden/innen einen informativen Einblick wie es nach der Promotion weiter gehen könnte und welche Hürden von der Bewerbung bis hin zum ersten Arbeitstag auf einen zukommen können. Darüber hinaus berichtete Prof. Dr. Dominik Rabus von seinem sehr bemerkenswerten und abwechslungsreichen Lebenslauf und seinem Weg in die Selbständigkeit.

Der letzte Punkt des Seminars war die Preisausgabe für die besten Vorträge und Poster der Doktoranden/innen. Die Auszeichnung für den besten Vortrag erhielten Jens Claßen (Universität Hannover), Katharina Dahlmann (Universität Hannover) und Peter Werner (Universität Potsdam). Jan-Ole Kühn (Thyssenkrupp) wurde für das beste Poster nominiert.

Mit durchweg positiven Eindrücken und Erfahrungen endete das 12. Interdisziplinäre Doktorandenseminar mit einer herzlichen Verabschiedung der Teilnehmer/innen. Bereits bei der Verabschiedung wurden Kontakte und neue Termine für ein Wiedersehen ausgetauscht. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die Tagung ein voller Erfolg im Hinblick auf das Austauschen von wissenschaftlichen Ergebnissen waren und zusätzlich eine optimale Plattform zum Netzwerken geboten hat.

Ein besonderer Dank geht an Florian Aupert und Simon Kern, die das Seminar durch ihre ausgesprochen engagierte Organisation möglich gemacht haben.

Jens Claßen, Institut für Technische Chemie, Hannover

April 3, 2018 Allgemein

Jahresbericht des Arbeitskreises Prozessanalytik 2017

Auch im Jahr 2017 konnte der Arbeitskreis den seit Gründung anhaltenden Trend eines deutlichen Mitgliederzuwachses weiter fortsetzen, sodass er mit Jahresende einen Stand von mittlerweile ca. 350 Mitgliedern erreicht hat. Darunter sind ca. 85 Junganalytiker, eine erfreuliche Entwicklung, die die Zukunft der Prozessanalytik als interdisziplinäres Themengebiet auch weiterhin auf eine fundierte Basis stellen wird.

Vorstand

Am 1. Januar 2017 nahm der neue Vorstand des Arbeitskreises seine Tätigkeit auf. In dieser Legislaturperiode wurde der Vorstand erstmals um ein viertes Mitglied, den Vertreter der Junganalytiker, erweitert, um dem Zulauf an jungen Mitgliedern, die sich in oder kurz nach ihrer Ausbildung befinden, deutlich Rechnung tragen zu können. Gewählt wurden:

Dr. Gerlach, Martin (Bayer AG, Leverkusen)         vertritt die Anwender
Prof. Dr. Herwig, Christoph    (TU Wien, Wien)     vertritt Hochschulen und Institute
Matt, Alina (Biotronik AG, Bülach)                           vertritt die Jungmitglieder
Dr. Nolte, Jens (inno-spec GmbH, Nürnberg)        vertritt die Instrumentenhersteller)

Bild 1: Alter und neuer Vorstand des Arbeitskreises Prozessanalytik
v.l.n.r.: Christoph Herwig, Martin Gerlach, Thomas Steckenreiter, Alina Matt, Elke Hilscher, Jens Nolte, Michael Maiwald

Zur Kompetenz- und Kapazitätserweiterung hat der Vorstand hat einen erweiterten Vorstand berufen, der insbesondere die zahlreihen Fachveranstaltungen organisatorisch wie inhaltlich unterstützt.

Internetauftritt

Zu Anfang des Jahres 2017 wurde der Internetauftritt des Arbeitskreises vollständig überarbeitet. Die Neuerstellung von Inhalten sowie die Portierung auch älterer Archive ist zum Jahreswechsel noch fortlaufend in Arbeit, das neue Design und die neuen Formate sind aber bereits heute gut abgebildet.

Bild 2: Startseite der neuen Arbeitskreis-Homepage


Veranstaltungen

Von den zahlreichen vom Arbeitskreis ausgerichteten oder unterstützen Veranstaltungen rund um das Thema Prozessanalytik sind in 2017 insbesondere das Herbstkolloquium, die EuroPACT sowie das Doktorandenseminar besonders hervorzuheben:

13. Herbstkolloquium Prozessanalytik

Das 13. Kolloquium hatte dieses Jahr den Schwerpunkt „Prozessführung in der modernen Produktion“ mit dem Untertitel „Brückenschläge von der Fertigungstechnik zur Industrie 4.0“. Hierzu fanden sich vom 20. Bis 22. November etwa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim diesjährigen Gastgeber, der Firma Festo AG & Co. KG, in Esslingen ein.

Inhaltlich beschäftigte dieses Kolloquium sich mit der Frage, was die Prozessindustrie von der Fertigungstechnik lernen kann. Damit schlug das Kolloquium eine Brücke zwischen zwei technologischen Bereichen, die für die Prozessindustrie aktueller sind denn je. Dabei beschränkt sich die Rolle der Fertigungstechnik nicht allein auf Abfüllung oder Verpackung. Viele Aspekte z.B. die der Sensorik lassen sich übertragen und bieten einen echten Mehrwert für die Anlagenbetreiber. Automation, Flexibilität und Formatwechsel, Themen die in der Fertigungstechnik schon zum Alltag gehören, werden angesichts der neuen Anforderungen an eine moderne Prozesslandschaft mit flexiblen Produktionslinien, die je nach Region oder Kundengruppe schnelle Chargenwechsel ermöglichen, auch im übergeordneten Kontext für die produzierende und weiterverarbeitende Industrie immer wichtiger.

Im Rahmen des Vorprogramms am 20. November bot eine Opening Session mit drei Eröffnungsvorträgen und anschließender Diskussion einen guten Einstieg in die diesjährigen Themenschwerpunkte. Parallel dazu bot die Teilnahme an einer Besichtigung der Firma Festo einen Einblick hinter die Kulissen dieses Unternehmens. Im Anschluss daran fanden sich die Tagungsteilnehmer bei einem gemütlichen Get-Together zusammen.

Das Hauptprogramm am 21. und 22. November wurde insbesondere von den vier Hauptsessions „Die Rolle der Fertigungstechnik in der Prozessindustrie“, „Kontinuierliche Prozessführung“, „Anforderungen aus PAT 4.0 an neue Prozessanalytik“ und „Werkzeuge und Lösungen für modellbasierte Regelungen“ getragen, die mit jeweils vier Fachvorträgen und anschließenden Diskussionen den Trialog zwischen Anwendern, Herstellern und Forschern befeuerten.

Bild 3: Podiumsdiskussion zum Thema Arbeitswelt 4.0 im Rahmen des 13. Kolloquiums

Auch dieses Jahr gab es wieder eine angeregte Podiumsdiskussion, diesmal zu dem Thema „Arbeitswelt 4.0: Müssen wir in Zukunft noch arbeiten (gehen)?“. Der anschließende Gesellschaftsabend, wie immer das Highlight des Kolloquiums, fand im Biodom statt, einem für solche Anlässe umfunktionierten Gewächshaus im Herzen einer romantisch angelegten Gärtnereilandschaft, und rundete den Tag perfekt ab.

Neben den Vortragssessions wurde das wissenschaftliche Programm insbesondere auch durch zahlreiche Posterbeiträge fachkundig unterstützt. Die Posterautoren hatten zudem die Möglichkeit, im Rahmen der beiden Posterslams mit Kurzpräsentationen ihre Arbeiten vorzustellen und das Fachpublikum zu weiterführenden Diskussionen in der Posterausstellung einzuladen. Wie auch in den Vorjahren wurden die drei besten Posterbeiträge mit gut dotierten Preisen geehrt.

Das nächste Herbstkolloquium wird vom 3. bis 5. Dezember in Hannover stattfinden.

Bild 4: Verleihung des Posterpreises
v.l.n.r.: Mona Stefanakis, Armin Lambrecht, Verena Fath, Jens Nolte

EuroPACT 2017

Die EuroPACT, die „European Conference on Process Analytics and Control Technology“, ist eine internationale Fachveranstaltung europäischer Prozessanalytik-Gremien wie insb. der britischen CPACT und natürlich unserem Arbeitskreis, fand im Rahmen ihres dreijährigen Veranstaltungszyklus vom 10. bis 12. Mai in Potsdam statt.

Die EuroPACT wurde im Jahr 2017 nunmehr schon zum vierten Mal ausgerichtet und kann damit schon auf eine fast zehnjährige Historie zurückblicken.

Die 5 Hauptthemenblöcke wurden jeweils durch eine Plenary Lecture eröffnet und dann in je zwei parallel laufenden Sessions weiter vertieft. Einen großen thematischen Schwerpunkt bildeten dabei die Vortragsreihen zu aktuellen Entwicklungen und Trends im Bereich des Prozessmonitorings und der Prozesskontrolle, insbesondere in der pharmazeutischen Industrieund der Biotechnologie, aber auch im Hinblick auf andere Anwendungsbereiche und Branchen, die sich mit den stetig wachsenden Herausforderungen eines „real life manufacturings“ auseinandersetzen müssen.

Bild 5: Parallelsession im Rahmen der EuroPACT 2017 in Potsdam

Zudem gab es eine gut besuchte Session, die sich mit bildgebender Analytik sowie Prozesstomografie beschäftigte. Auch das für die Prozessanalytik immer wieder zentrale Thema Chemometrik wurde anhand zahlreicher Beiträge zu neuesten Forschungsarbeiten sowie mit Anwendungsberichten aus der Praxis in zwei dafür eigens vorgesehenen Sessions eingehend bearbeitet.

Begleitet wurde das wissenschaftliche Hauptprogramm durch die Posterausstellung mit knapp 90 Posterbeiträgen. Ähnlich zum Kolloquium hatten auch hier die Posterautoren Gelegenheit, ihre Arbeiten in zweiminütigen Kurzpräsentationen vorzustellen und zu weiterführenden Diskussionen im Anschluss einzuladen.

Bild 6: Posterausstellung auf der EuroPACT 2017 in Potsdam

Die Geräteausstellung wurde von 22 Herstellern getragen, die ihre neusten Messtechnik-Entwicklungen für prozessanalytische Aufgaben präsentierten.

Das Konferenzdiner fand in herzlicher Atmosphäre im Kutschstall Potsdam statt. Das historische Ambiente und natürlich die gute Küche boten einen geeigneten Rahmen, die Fachgespräche des Tages genüsslich ausklingen zu lassen.

Natürlich gilt auch hier: Nach der EuroPACT ist vor der EuroAPCT, sodass die Planungen für die nächste EuroPACT 2020 bereits in diesem Jahr tatkräftig angegangen worden sind. Als Veranstaltungsort wurde Kopenhagen ausgewählt und bereits vor Ort die grundsätzlichen organisatorischen Fragen erörtert.

11. Interdisziplinäres Doktorandenseminar

Zur elften Runde des interdisziplinären Doktorandenseminars luden die GDCh-Arbeitskreise Prozessanalytik, Chemo- und Biosensoren, Chemometrik und Qualitätsmanagement und Elektrochemische Analysemethoden vom 12. bis 14. März 2017 die ca. 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach Berlin Adlershof ein. Die Bundesanstalt für Materialforschung und ‑prüfung (BAM) war dieses Jahr nicht nur Ausrichter sondern auch Gastgeber, nachdem das traditionelle Tagungszentrum am Bahnhof Zoo nicht mehr zur Verfügung stand.

Der Beginn der Tagung unter dem Titel „Optofluidik und Mikro-Elektromechanische Systeme“ wurde Sonntagnachmittag durch einen Impulsvortrag zum Thema Optofluidik gekennzeichnet. Dieser gestaltete den fachlichen Einstieg für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen sehr interessant und schaffte das entsprechende Grundwissen, sowie die Inspiration für den folgenden Design-Thinking-Workshop. Begleitet von Buffet und Erfrischungsgetränken fanden die nach Zufallsprinzip gebildeten Gruppen rasch zu Teams zusammen. Die dabei im freundlichen und konstruktiven Wettbewerb entwickelten Produktideen werden dabei in letzter Instanz vielleicht nicht alle den Weg in unseren Alltag finden, trugen aber durch ihre ausgesprochene Kreativität in jedem Fall zur allgemeinen Unterhaltung bei.

Bild 7: Teilnehmer des 11. Interdisziplinären Doktorandenseminars in Berlin

Der nächste Tag begann mit einem Eröffnungsvortrag über Erfahrungen aus dem Berufseinstieg nach absolviertem Studium, gefolgt von der ersten Vortragsrunde, aus deren Einzelbeiträgen sich teils lebhafte und durchaus kritische Diskussionen entfalteten. Dabei profitierten die Doktoranden nicht zuletzt von den erfahreneren Seminarteilnehmern, die den jungen Forschern wertvollen Rat zum wissenschaftlichen Stil geben konnten.

Im Anschluss an den gut durch getakteten wissenschaftlichen Teil des Tages nahm die Gruppe gemeinsam an einer Besichtigung des Flughafens BER teil. Dabei konnten sich die Teilnehmer im Rahmen des Teamevents ein Bild von den neuen Gebäuden machen und ausgiebig die Signifikanz des gelungenen Projekt- und Zeitmanagements erörtern. Inzwischen abends ging es zurück in die Stadt, wo in den Köpenicker Ratskeller eingekehrt wurde. Während des Abendessens in uriger Umgebung herrschte gelöste Atmosphäre am großen Tisch. Die inzwischen privaten Gespräche zogen sich dabei fast ausnahmslos weit über das offizielle Ende des Tages hinaus.

Der dritte Tag wurde trotz der teils kurzen Nacht pünktlich von der dritten und letzten Vortragssession begonnen und endete mit einem Abschlussvortrag zum Thema „Microfluidics in der Zellkulturtechnik und 3D gedruckte Lab-on-a-Chip Systeme im Zukunftstrend“.

Auch beim diesjährigen Doktorandenseminar wurden Preise für die besten Vorträge und das beste Poster vergeben.

Bild 8: Preisträger des 11. Interdisziplinären Doktorandenseminars
v.l.n.r.: Peter Werner, Thomas Herl, Marvin Münzberg, Daniel Marquardt, Timo Raith

Das nächste Doktorandenseminar 2018 befindet sich bereits in Vorbereitung und wird vom 25. bis 27. März bei der BAM in Berlin stattfinden.

Neues Weiterbildungskonzept

Das Jahr 2017 wurde genutzt, das Weiterbildungsprogramm des Arbeitskreises grundlegend zu überarbeiten. Ziel war, ein attraktives wie kompaktes Programm zusammenzustellen, dass sowohl Einsteigern einen geeigneten Zugang zum Thema Prozessanalytik zu bieten, als auch Experten zu ermöglichen, ihr Spezialwissen weiter zu vertiefen.

Im Rahmen dieses neuen Weiterbildungsprogramms wurde als erste Veranstaltung ein zweitägiger Kursus konzipiert, der vom 15. bis 16. März 2018 in Frankfurt stattfinden wird.

Auszeichnungen

Auch in 2017 wurden wieder Preise für herausragende Leistungen im Bereich der Prozessanalytik vergeben.

Prozessanalytik-Award

Der Prozessanalytik-Award 2017 des AK Prozessanalytik konnte im Rahmen des 13. Kolloquiums dieses Jahr zum neunten Mal verliehen werden. Der Preis wird für die besten Qualifizierungsarbeiten auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben und ist mit €1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der GDCh oder der DECHEMA dotiert.

Der Preis für die beste Dissertation wurde an Herrn Johannes Paul Waclawek (TU Wien) für seine Dissertation „Development of Mid-Infrared Laser Based Photoacoustic and Photothermal Trace Gas Sensors“ verliehen.

Als beste Masterarbeit wurde die von Herrn Lukas Wander (BAM Berlin) angefertigte „Untersuchung modularer kontinuierlicher Prozesse mittels Online-NMR-Spektroskopie“ geehrt.

Bild 9: Verleihung des Prozessanalytik-Awards 2017
v.l.n.r.: Johannes Paul Waclawek, Alina Matt, Jens Nolte, Lukas Wander


Siemens-Preis Prozessanalytik

Der Siemens-Preis Prozessanalytik ist ein von der Firma Siemens gestifteter Preis und soll herausragende internationale Forschungsbeiträge rund um das Thema Prozessanalytik hervorheben und ehren. Der Preis wurde in 2017 bereits zum fünften Mal verliehen.

Bild 10: Johanna Rühl überreicht den Siemenspreis 2017 an Raffaele Vitale

Am 12. Mai wurde im Rahmen der EuroPACT Raffaele Vitale (Universität Valencia, Spanien) für seine Publikation “Calibration transfer between NIR spectrometers: New proposals and a comparative study” mit dem mit €1.500 dotierten Preis geehrt.

gezeichnet
Wien, Februar 2018

Mit Dank an Dr. Jens Nolte

Februar 28, 2018 Allgemein

Bericht über das 13. Kolloquium in Esslingen

Das 13. Kolloquium hatte dieses Jahr die Schwerpunkte Prozessführung in der modernen Produktion und Brückenschläge von der Fertigungstechnik zur Industrie 4.0. Hierzu fanden sich etwa 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der Firma Festo AG & Co. KG in Esslingen ein. Das Programm wurde durch 17 Aussteller und 23 Posterbeiträge abgerundet.

Gestartet wurde mit der Firmenbesichtigung bei der Firma Festo AG & Co. KG, welche einen kleinen Einblick hinter die Kulissen des Unternehmens lieferte. Parallel dazu lief die Opening Session, die als Vorbereitung des Themenschwerpunktes diente. Dazu gab es drei Eröffnungsvorträge und eine aktive Diskussion. Im Anschluss daran fand man sich bei einem gemütlichen Get-Together zusammen.

Das Kolloquium „Prozessanalytik“ beschäftigte sich mit der Frage: Was kann die Prozessindustrie im Hinblick auf die „Industrie 4.0“ von der Fertigungstechnik lernen? Mit der dieser Frage schlug das Kolloquium die Brücke zwischen zwei technologischen Bereichen, die für die chemisch/pharmazeutische Prozessindustrie aktueller denn je sind. Dabei beschränkt sich die Rolle der Fertigungstechnik in der Prozessindustrie nicht allein auf Abfüllung und Verpackung. Viele Aspekte der Sensorik lassen sich übertragen bzw. kombinieren und bieten einen echten Mehrwert für die Anlagenbetreiber der Prozessindustrie. Automation, Flexibilität und Formatwechsel, die in der Fertigungstechnik schon zum Alltag gehören, werden angesichts der neuen Anforderungen – flexible Produktlinien je nach Region oder Kundengruppe, schnelle Chargenwechsel – auch für die chemische und pharmazeutische Industrie immer wichtiger. Eine Antwort auf diese Herausforderung ist die intelligente Nutzung smarter Technologien und die Kombination von Möglichkeiten zu deren Umsetzung, die es in der Vergangenheit und in der Gegenwart bisher nicht gegeben hat. Datenmanagement und Nutzung der Daten zum Betrieb der Anlagen gewinnen in der Prozess- wie in der Fertigungstechnik zunehmend an Bedeutung, bis hin zur datengetriebenen Anwendung von Produkten.

Das Kolloquium wurde durch ein Vortragsprogramm mit 4 Sessions mit je 4 Vorträgen gestaltet. Die Vortragenden repräsentierten den Trialog aus Herstellern, Anwender und Akademia sowie die Junganalytiker. Neben einer Session zur Rolle der Fertigungstechnik in der Prozessindustrie wurden die Themen der kontinuierlichen Prozessführung, die Anforderungen aus PAT 4.0 an neue Prozessanalytik sowie Werkzeuge und Lösungen für die modellbasierte Regelung diskutiert.

Abbildung 1: Podiumsdiskussion zum Thema Arbeitswelt 4.0 im schönen Vortragssaal der Festo AG.

Der erste Vortragstag wurde mit einer angeregten Podiumsdiskussion zum Thema „Arbeitswelt 4.0: Müssen wir in Zukunft noch arbeiten (gehen)“ beendet. Der anschließende Gesellschaftsabend, eines der Highlights des 13. Kolloquiums, fand im Biodom, ein Glashaus im Herzen einer romantisch angelegten Gärtnereilandschaft, statt und rundete den Tag perfekt ab.

Der Prozessanalytik-Award 2017 des AK Prozessanalytik konnte im Rahmen des 13. Kolloquiums Prozessanalytik 20.-22.11.2017 in Esslingen dieses Jahr zum neunten Mal verliehen werden. Der Preis wird für die besten Qualifizierungsarbeiten auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des Vorstands des Arbeitskreises die Preisträgerinnen ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der GDCh oder DECHEMA. Dieses Jahr durften wir uns gleich über zwei Preisträger freuen. Herzlichen Glückwunsch!

Der Preis für die beste Dissertation wurde an Herrn Johannes Paul Waclawek, TU Wien für seine Dissertation: „Development of Mid-Infrared Laser Based Photoacoustic and Photothermal Trace Gas Sensors“ verliehen. Seine Dissertation schrieb Herr Waclawek an der Technischen Universität Wien am Institut für Chemische Technologien und Analytik.

Der Preis für die beste Masterarbeit wurde an Herrn Lukas Wander, BAM Berlin für seine Masterarbeit: „Untersuchung modularer kontinuierlicher Prozesse mittels Online-NMR-Spektroskopie“ verliehen. Seine Masterarbeit fertigte Herr Wander an der Humboldt-Universität Berlin am Institut für Chemie an.

Abbildung 2: Gewinner der Prozessanalytikawards 2017 v.l.n.r. Johannes Paul Waclawek, Alina Matt, Jens Nolte, Lukas Wander

 

Neben ausreichend Zeit zur Netzwerkbildung und Besuch der Ausstellung, wurde eine Posterausstellung angeboten. Zur Posterausstellung wurde ein hoch dynamischer Posterslam veranstaltet. Herzlichen Glückwunsch, die Gewinner der Posterpreise sind!:

  1. Platz: Frau Verena Fath von der Hochschule Mannheim mit dem Poster „Reaktionsverfolgung einer metallorganischen Reaktion mittels Massenspektrometrie“
  2. Platz: Frau Mona Stefanakis von der Reutlingen University- Process Analysis and Technology mit dem Poster „PAT 4.0- Chancen und Herausforderungen der digitalen Pathologie“
  3. Platz : Herr Dr. Armin Lambrecht vom Frauenhofer IPM mit dem Poster „Zylinderförmige IR-ATR-Sensorsysteme für die inline- Prozessanalyse in der chemischen Industrie (ZYRAT)“

Abbildung 3: Posterpreis-Gewinner der Kolloquiums Prozessanalytik 2017 v.l.n.r. Mona Stefanakis, Armin Lambrecht, Verena Fath, Jens Nolte

 

Wir freuen uns auf unser Kolloquium in 2018, welches in Hannover vom 3. – 5. 12.2017 stattfinden wird und hoffen wieder auf Ihre rege Beteiligung!

November 30, 2017 Allgemein