Preise

Prozessanalytik-Award

Der Prozessanalytik-Award wird vom Arbeitskreis Prozessanalytik jährlich für die beste Qualifizierungsarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen wählt ein Preis-Komitee des erweiterten Vorstandes des Arbeitskreises den Preisträger die Preisträgerinnen und Preisträger aus. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der DECHEMA

  1. Prozessanalytik-Award 2016 an Marco Wunsch verliehen

    Der Prozessanalytik-Award 2016 des AK Prozessanalytik konnte im Rahmen des 12. Kolloquiums Prozessanalytik 28.-30.11.2016 in Berlin dieses Jahr zum achten Mal verliehen werden. Der Preis wird für die besten Qualifizierungsarbeiten auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des Vorstands des Arbeitskreises die Preisträgerinnen ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der GDCh oder DECHEMA.

     

    Der Preis wurde verliehen an Herrn Marco Wunsch, BASF SE für seine Masterarbeit: ,,Untersuchung der Eignung des Verfahrens Multiplexing GC für prozessanalytische Messungen“. Seine Masterarbeit fertigte Herr Wunsch an der Hochschule Mannheim an.

    In seiner Arbeit untersuchte Herr Wunsch die Multiplexing GC für prozessanalytische Messungen. Dabei wurde eine Analysenmethode mit dem Verfahren der Hadamard-Transformations-basierten Multiplex-Gaschromatographie (mpGC) entwickelt. Damit gelang der quantitative Nachweis von Benzol, Toluol, Ethylbenzol und den 3 Strukturisomeren des Xylols (BTEX) im Messbereich von 1–10 ppb in einem CO2 Strom. Die Probe wird mit Hilfe eines Multiplex-Injektors bis zu 512 Mal nach einer pseudozufälligen Sequenz in einen Gaschromatographen injiziert. Der Testchromatograph lieferte die gesamte Zeit zuverlässig Messwerte. Damit konnte die Robustheit und Zuverlässigkeit der Messmethode mpGC als prozessanalytische Messung in einer chemischen Produktionsanlage gezeigt werden.

  2. Prozessanalytik-Awards 2015 an Karin Wieland und Betina Kessler verliehen

    Der Prozessanalytik-Award 2015 des AK Prozessanalytik konnte im Rahmen des GDCh-Wissenschaftsforums 30.08.-02.09.2015 in Dresden dieses Jahr an zwei Preisträgerinnen verliehen werden. Die Preisverleihung fand bereits zum siebten Mal statt. Der Preis wird für die besten Qualifizierungsarbeiten auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des Vorstands des Arbeitskreises die Preisträgerinnen ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der DECHEMA.

     

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2015 an Frau Betina Kessler durch Michael Maiwald (Foto: Christian Augustin, Hamburg)

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2015 an Frau Betina Kessler durch Michael Maiwald (Foto: Christian Augustin, Hamburg)

    Ein Preis wurde verliehen an Frau MSc. Betina Kessler, TU München für ihre Masterarbeit: ,,Multikomponentenanalyse von Energy Drinks mit Hilfe multimodaler optischer Spektroskopie und chemometrischer Verfahren“. Ihre Masterarbeit fertigte Frau Kessler an der Technischen Universität München, Forschungszentrum Weihenstephan f. Brau- und Lebensmittelqualität bei Prof. Dr.-Ing. F. Jacob an.

    Um bei dem heute herrschenden Kostendruck in der Getränkeindustrie noch profitabel produzieren zu konnen, sind moderne Hochleistungs-Abfüllanlagen notwendig, die schnell, flexibel, mit wenig Personal und trotzdem ständig kontrolliert abfüllen. Um diese Hochleistungsprozesse zu beherrschen und außerdem der Produkthaftungsproblematik entgegenzuwirken, ist der Abfüller gezwungen, die Qualität seiner Produkte kontinuierlich und rückverfolgbar zu überwachen und zu dokumentieren. Wird die Prozessanalytik mit komplexer Datenanalyse gekoppelt, ermöglicht dies eine kontinuierliche Qualitätskontrolle in Kombination mit einer darauf aufbauenden effizienten Prozessführung.

    Frau Kessler hat in Ihrer Masterarbeit zusammen mit Dausch Technologies GmbH ein Konzept für eine mögliche kontinuierliche Inline-Methode für die Untersuchung unterschiedlicher Inhaltsstoffe in Getränken auf Basis der multimodalen optischen Spektroskopie entwickelt. Am Beispiel von Energy Drinks sollten Einzelkomponenten wie z. B. Vitamine, Taurin, Koffein etc. in Vielstoffgemischen bestimmt werden, auch wenn die natürlichen Grundstoffkomponenten eine hohe Variabilität zeigen. Schwerpunkt der Arbeiten war neben der Entwicklung der optischen Spektroskopie (UV-Vis, Raman, IR, Fluoreszenz) insbesondere die Entwicklung und Validierung einer einfachen Kalibrationsmethode zur quantitativen Bestimmung der Einzelkomponenten.

    In dieser Arbeit ist es erstmals gelungen, für Mehrkomponentensysteme zu zeigen, dass eine Standardaddition zu einer bestehenden unbekannten Matrix in Verbindung mit Spektroskopie und multivariater Datenanalyse als Kalibrationsmethode für die Online-Prozesskontrolle eingesetzt werden kann. Dies war ein sehr anspruchsvolles Thema, sowohl von Seiten der Präparationstechnik (Stichwort: repräsentative Probe) als auch von Seiten der spektroskopischen Analyse (Stichwort: Selektivität und Sensitivität). Im ersten Schritt wurden unter Berücksichtigung der molekularen Struktur der Komponenten und den notwendigen Bestimmungsgrenzen versucht, mit theoretischen Überlegungen die Wellenlängenbereiche für die spektrale Untersuchung einzugrenzen. Dies ist eines der wenigen gelungenen Beispiele, wo die multivariate Datenanalyse nicht nur eine rein korrelative Beziehung zwischen spektraler Signatur und Eigenschaft herstellt, sondern die Klassifizierung auf Basis von wissenschaftlichen Grundlagen (,,first principles“) erfolgt.

    Nachdem durch eine Vielzahl von unterschiedlichen optischen Aufbauten und Einstellungen die optimale Messtechnik (Signal zu Rauschverhältnis) entwickelt wurde, konnte die Basis für eine verlässliche und kausale Bestimmung von bis zu zehn unterschiedlichen Einzelkomponenten in einem Stoffmengengemisch entwickelt werden. Besonders hervorzuheben ist die kritische Auseinandersetzung bei der Bewertung der Güte der Modelle, die Frau Kessler mit Hilfe von DoE und einem unabhängigen Probenset validieren konnte.

     

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2015 an Frau Karin Wieland durch Michael Maiwald (Foto: Christian Augustin, Hamburg)

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2015 an Frau Karin Wieland durch Michael Maiwald (Foto: Christian Augustin, Hamburg)

    Ein weiterer Preis wurde verliehen an Frau DI Karin Wieland für ihre Diplomarbeit ,,Hyperspectral Imaging of Hyphae and Spores of Penicillium Chrysogenum using Confocal Raman (Micro-)spectroscopy”, die an der Technischen Universität Wien, lnstitut für Chemische Technologien und Analytik entstanden ist. Betreuer war Prof. Dr. B. Lendl. Die Arbeit wurde in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Sandoz AG und Prof. Christoph Herwig (Bioprozesstechnik, TU Wien) durchgeführt.

    Frau Wieland hat sich in ihrer Arbeit mit der prozesstechnisch wichtigen Frage der Lebensfähigkeit von P.-chrysogenum-Sporen beschäftigt. Im Besonderen war es ihre Aufgabe, eine auf der Raman-Spektroskopie basierende Methode zur potentiell raschen und markierungsfreien Unterscheidung zwischen lebensfähigen und toten Sporen zu finden. Fernziel der durch die Arbeit von Frau Wieland initiierten Studie ist die Entwicklung einer raschen Screening-Methode um die Qualität des Sporeninokulums möglichst noch vor dessen Einsatz bestimmen zu können. Dadurch soll es gelingen das eingesetzte Sporeninokulum zu optimieren sowie Prozessparameter bereits in einem sehr frühen Stadium an die vorliegende Qualität anpassen zu können.

    Eines der großen Probleme bei der Vermessung von Sporen mittels der Raman Mikroskopie ist ihre hohe Thermolabilität. Diese kann dazu führen, dass die Sporen während der Messung verbrennen. Frau Wieland hat mehrere Methoden zur schnelleren Wärmeableitung für diese Proben adaptiert und getestet. Weiterhin wurde durch die Auswahl der optimalen Laserwellenlänge die pro Photon eingebrachte Energie an die Probe adaptiert. In Ergänzung wurde auch der Einsatz der oberflächenverstärkter Raman Spektroskopie (SERS) zur Aufnahme von reproduzierbaren sowie qualitativ hochwertigen Sporenspektren untersucht. Durch Verwendung der SERS Technik, hier wurden mit Hydroxylamin reduzierte Silberkolloide verwendet, gelang es Frau Wieland die lntensität der Raman-Spektren signifikant zu erhöhen sowie die Autofluoreszenz der Probe zu löschen. Mittels SERS konnte die eingebrachte Laserleistung reduziert und eine schonende Vermessung der Sporenproben erreicht werden.

    Im Zuge ihrer Diplomarbeit gelang es Frau Wieland ein Protokoll zur raschen Probenvorbereitung mit anschließender Raman-Messung zu erstellen. Sie konnte zeigen, dass es mit Hilfe der Raman-Spektroskopie möglich ist, tote von lebendigen Sporen klar zu unterscheiden.

  3. Prozessanalytik-Award 2014 an Gabriela Gentner verliehen

    Der Prozessanalytik-Award 2014 des AK Prozessanalytik konnte im Rahmen der ProcessNET-Jahrestagung 30.09.-02.10.2014 in Aachen verliehen werden. Die Preisverleihung fand bereits zum sechsten Mal statt. Der Preis wird für die beste Qualifizierungsarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des erweiterten Vorstandes des Arbeitskreises den Preisträger ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der DECHEMA.

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2014 an Gabriela Gentner durch Dr. Michael Maiwald (Vorstand)

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2014 an Gabriela Gentner durch Dr. Michael Maiwald (Vorstand)

    Der Preis wurde verliehen an Frau Gabriela Gentner, TU Dresden für ihre Diplomarbeit „Prozessintensivierung eines Produktionsschrittes zur Herstellung eines Elektrolyts“.

    Ihre Diplomarbeit wurde im Rahmen einer Zusammenarbeit mit der TU Dresden und der Lonza AG in Visp/CH angefertigt. Die Herausforderung war, eine Reaktionsoptimierung durchzuführen ohne das Vorhandensein einer Referenzanalytik. Frau Gentner löste das Problem mit Hilfe der Online-MIR-Spektroskopie und der multivariaten Datenanalyse. Um die Konzentrationen der Reaktionsspezies vorhersagen zu können, war es vor allem notwendig die verschiedenen Reaktionsprodukte und entsprechende Gleichgewichte zu identifizieren. Dies gelang Frau Gentner mit der Erstellung von „Indirect Hard“ Modellen. Nach der Identifizierung konnte eine relative Kalibrierung zur Vorhersage der Konzentration erfolgen.

  4. Prozessanalytik-Award 2013 an Adrian Wyss verliehen

    Der Prozessanalytik-Award 2013 des AK Prozessanalytik konnte im Rahmen der 3. EuroPACT 2014 verliehen werden. Die Preisverleihung fand bereits zum fünften Mal statt. Der Preis wird für die beste Qualifizierungsarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des erweiterten Vorstandes des Arbeitskreises den Preisträger ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der DECHEMA.

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2013 durch Dr. Jens Nolte (Vorstand) stellvertretend an Dr. Tobias Merz (Lonza)

    Übergabe des Prozessanalytik-Awards 2013 durch Dr. Jens Nolte (Vorstand) stellvertretend an Dr. Tobias Merz (Lonza)

    Der Preis wurde verliehen an Herrn Adrian Wyss, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Life Sciences und Facility Management, ICBC Institute for Chemistry and Biological Chemistry für seine Diplomarbeit „Einsatz von Fluoreszenzspektroskopie für die Reinigungskontrolle bei der Herstellung von Feinchemikalien“

    Referenten und Industriepartner waren Prof. Dr. Achim Ecker, Wädenswil, Dr. Denis Planchenault, Motorex AG, Langenthal und Dr. Tobias Merz, Lonza Ltd., Visp.

     

  5. Prozessanalytik-Awards 2012 an Patrick Hitzer und Dr. Roland Hass verliehen

    Gleich zwei Prozessanalytik-Awards 2012 des AK Prozessanalytik konnten im Rahmen der ProcessNET-Jahrestagung in diesem Jahr verliehen werden. Die Preisverleihung fand bereits zum vierten Mal statt. Der Preis wird für die beste Qualifizierungsarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des erweiterten Vorstandes des Arbeitskreises den Preisträger ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der DECHEMA.

    Der Preis für die beste Master-Thesis wurde an
    Herrn Patrick Hitzer, Hochschule Reutlingen für seine Arbeit „Optimierung und Validierung eines hyperspektralen Imaging Systems für die Streulichtspektroskopie von Nanostrukturen“ vergeben. Herr Hitzer hat sich darin mit dem Einsatz von Pushbroom-Imaging-Systemen und die erfolgreiche Integration in ein Mikrospektralphotometer (MPM) beschäftigt. Es wurde eine ausführliche Charakterisierung und Kalibrierung des zusammengefügten Gesamtsystems durchgeführt. Ferner wurden Messungen an Modellpartikeln durchgeführt, welche in der Größenordnung von Chromosomen liegen. Das Abscannen der Proben ermöglicht es, mehrere Objekte zu erfassen, wohingegen statische Messungen auf das Sichtfeld des Spektrographen zum Zeitpunkt der Bildaufnahme begrenzt sind.

    Der Preis für die beste Promotionsarbeit wurde an
    Herrn Dr. Roland Hass, Universität Potsdam, für seine Arbeit „Angewandte Photonendichtewellen-Spektroskopie“ verliehen, die er im Frühjahr 2012 sehr erfolgreich verteidigt hat. In seiner Arbeit beschäftigt sich Herr Hass mit dem anwendungsbezogenen Einsatz der neuartigen Photonendichtewellen(PDW)-Spektroskopie – insbesondere zur Charakterisierung von flüssigen Dispersionen. Dabei können u. a. Konzentrationen verschiedener Bestandteile und Teilchengrößen vom Nano- bis Mikrometerbereich sowie Informationen zum Aggregatzustand disperser Bestandteile gewonnen werden. Herr Hass betritt mit seiner Arbeit, die an der Schnittstelle zwischen Faseroptik, Hochfrequenztechnik, Physikalischer Chemie, Polymer- und Lebensmittelchemie und Biotechnologie angesiedelt ist, wissenschaftliches Neuland.

  6. Prozessanalytik-Award 2011 an Dr. Marek Höhse verliehen

    Der Prozessanalytik-Award 2011 des AK Prozessanalytik wurde in diesem Jahr im Rahmen des „8th European Congress of Chemical Engineering“ (ECCE 2011) im ICC International Congress Center Berlin verliehen, wo sich mehr als 3.000 Fachleute aus Verfahrenstechnik, Chemie und Biotechnologie versammelt hatten. Auch wenn es keine spezielle Prozessanalytik-Session gab, so waren doch prozessanalytische Vorträge und Poster in allen Fachsymposien zu finden. Das gab den Prozessanalytikern die Möglichkeit, Kontakte zu anderen Fachkollegen zu knüpfen, vielfältige wissenschaftliche Diskussionen zu führen und ganz einfach auch einmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Weil die Prozessanalytik eine wichtige Rolle bei der Prozesssteuerung spielt, erfolgte die Preisverleihung zu Beginn der Session „Advanced Process Control: Applications in Pharmaceutical Industries“.

    Dr. Marek Höhse bei der Preisübergabe durch Dr. Wolf-Dieter Hergeth (Vorstand des Arbeitskreises Prozessanalytik) – Bild: Maiwald

    Der Prozessanalytik Award wurde in diesem Jahr bereits zum dritten Mal vom Arbeitskreis Prozessanalytik für die beste Qualifizierungsarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik im zurückliegenden Jahr vergeben. Aus den Bewerbungen hat ein Preis-Komitee des erweiterten Vorstandes des Arbeitskreises den Preisträger ausgewählt. Der Preis besteht jeweils aus einer Urkunde, einem Preisgeld in Höhe von € 1.000 und einer zweijährigen kostenfreien Mitgliedschaft in der DECHEMA. Der Preisträger des Prozessanalytik Award 2011 ist Herr Dr. Marek Höhse (Sartorius, Göttingen).

    Dr. Höhse hat seine Dissertation zum Thema „Kombination von Raman- und Laserinduzierter Plasma-Spektroskopie für die Mikroanalyse“ an der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung angefertigt und an der Humboldt-Universität Berlin verteidigt. Gegenstand war die instrumentelle Entwicklung der Kombination der spektroskopischen Verfahren Raman- und Laserinduzierte Plasma-Spektroskopie. Nach dem erfolgreichen Aufbau und der Validierung des neu entwickelten, kombinierten Instruments begann Herr Höhse die Arbeiten an einem portablen, kombinierten Aufbau, wobei er ausführlich die Einsatzmöglichkeiten diodengepumpter Festkörperlaser bezüglich der Verwendung für LIBS- und Raman-Spektroskopie untersuchte. Als Ergebnis zeigte sich, dass diese portablen Laser herkömmlich eingesetzte mit Blitzlampen gepumpte Laser hinsichtlich Messgeschwindigkeit und -empfindlichkeit bei Weitem übertreffen. Darüber hinaus arbeitete Herr Höhse an der Datenfusion von LIBS- und Ramanspektren sowie ihrer kombinierten chemometrischen Auswertung. Die Arbeiten von Herrn Höhse sind wegbereitend für eine At- und Online-Prozessanalytik mit kompakten und robusten Bauteilen. Besonders interessant sind die Studien diodengepumpter Festkörperlaser für die Raman-Spektroskopie, die in hoher Pulswiederholung vergleichbare und teils bessere Ergebnisse als Dauserstrichlaser zeigen. Die Arbeiten von Herrn Höhse wurden in internationalen Zeitschriften publiziert. Herr Höhse ist jetzt für die Fa. Sartorius Weighing Technology GmbH in Göttingen tätig.

Siemens-Prozessanalytik-Preis

Der Siemens-Preis wird im Rahmen der EuroPACT verliehen und von der Fa. Siemens ausgestattet. Ein Preiskomitee des Arbeitskreises entscheidet im Vorfeld der Veranstaltung über die Preisträger.

  1. Award of the 5th Siemens Prize at EuroPACT 2017

    On occasion of the EuroPACT Conference 2017 in Potsdam/DE, the German Working Group „Prozessanalytik“ in cooperation with Siemens has awarded the 5th Siemens Process Analytics Prize to a young scientist for an outstanding publication in the field of Process Analytics. The prize is endowed with € 1.500. An EUROPACT 2017 prize committee will select the winner.

    Applicants should be the main contributing author of a paper printed or accepted for publication in an international peer-reviewed journal in 2015 or 2016. They should be no older than 30 years of age. Applicants may apply individually or they can be recommended by another scientist.

    Applications or recommendations should be submitted in electronic form (preferably PDF) by 28th February 2017 and should include a copy of the paper, a CV, a brief description of the scientific contribution, and the reasons why the candidate merits the award.

    All applications should be sent to the following address:

    Arbeitskreis Prozessanalytik
    c/o Dr. Michael Maiwald
    Bundesanstalt für Materialforschung und ‐pruefung (BAM)
    Richard‐Willstaetter‐Str. 11
    D-12489 Berlin
    Germany

    or by email to

    michael.maiwald (at) bam.de

  2. Award of the 4th Siemens Prize at EuroPACT 2014

    On occasion of the EuroPACT Conference 2014 in Barcelona, the German Working Group „Prozessanalytik“ in cooperation with Siemens has awarded the 4th Siemens Process Analytics Prize to a young scientist for an outstanding publication in the field of Process Analytics. The prize is endowed with € 1.500. An EUROPACT 2014 prize committee has selected the winner.

     

    Award of the Siemens Prize 2014 to Jose Maria Gonzalez-Martinez (left) by Michael Maiwald

    Award of the Siemens Prize 2014 to Jose Maria Gonzalez-Martinez (left) by Michael Maiwald

    The prize is awarded to Dr. Jose Maria González-Martínez, Information Department of Statistics and Chemometrics, Shell Global Solutions International B.V., Shell Technology Centre Amsterdam for the publication

    Jose Maria González-Martínez, Jose Camacho and Alberto Ferrer, “Bilinear modeling of batch processes. Part III: parameter stability”, J. Chemometrics 28 (2014) 10–27

    This is a very accurate and thorough paper – a very comprehensible and excellent work with importance to the community. The subject is practical oriented and represents not only a simple application study. The subject is fully within a process analytical context. The publications clearly stands out from others in that field.

  3. Siemens-Prozessanalytik-Preis 2011 für Nachwuchswissenshaftler

    Im Rahmen der EuroPACT 2011 in Glasgow/GB wurde zum 3. Mal der Siemens-Preis für einen jungen Prozessanalytiker vergeben.

    Der Preis ging an Roland Hass, Universität Potsdam für seine Publikation: R. Hass, O. Reich: „Inline-Partikelgrößenmesstechnik für Suspensionen und Emulsionen“ Chem. Ing. Tech. 82 (2010) 477−490.

    Überreichung des Siemens-Preises durch Dr. Berghäuser auf der EuroPACT in Glasgow

    Überreichung des Siemens-Preises durch Dr. Berghäuser auf der EuroPACT in Glasgow

  4. Siemens-Prozessanalytik-Preis 2008 für Nachwuchswissenshaftler

    Im Rahmen der EuroPACT 2008 in Frankfurt wurde zum 2. Mal der Siemens-Preis für einen jungen Prozessanalytiker vergeben. Der Siemens-Preis war erstmals europaweit ausgeschrieben.

    Der Preis wurde verliehen an Rosalynne Watt, Doktorandin an der Cambridge University, für ihre Arbeiten zum inline Monitoring mit IR-Sensoren in der Publikation: R. S. Watt, C. F. Kaminski, J. Hult „Generation of supercontinuum radiation in conventional single-mode fibre and its application to broadband absorption“ Appl. Phys. B 90 (2008) 47−53. Das Ziel der Dissertation von Frau Watt ist das Monitoring von Reaktionen, z. B. in Brennstoffzellen.

  5. Siemens-Prozessanalytik-Preis 2006 für Nachwuchswissenschaftler

    Der Arbeitskreis Prozessanalytik vergab im Rahmen der Jahrestagung 2006 erstmalig den mit 1000 Euro dotierten Siemens-Prozessanalytik-Preis für eine herausragende Publikation auf dem Gebiet der Prozessanalytik an junge Nachwuchswissenschaftler.

    Die Preisträgerin, Angela Alvarez Rodrigo, Robert Bosch GmbH, erhielt ihn für die Publikation: A. Alvarez Rodrigo, H. Lorenz, A. Seidel-Morgenstern: „Online Monitoring of Preferential Crystallization of Enantiomers“ Chirality 16 (2004) 499-508.