12. Herbstkolloquium 29.+30. November 2016 Berlin/D (Opening Session 28.11.)

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29. bis 30. November 2016 mit Opening Session am 28.11.2016

 

Themenschwerpunkt:
Prozessanalytik in der Pharma- und Lebensmitteltechnologie

Veranstalter

 

mit Unterstützung von

Bayer AG

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Zugriff auf die passwortgeschützte Inhalte nur für Tagungsteilnehmer. Freie Dateien zum Herunterladen: siehe ganz unten. (Einreichung von freigegebenen PDF-Dokumenten bitte an michael.maiwald (ät) bam.de)

Motivation

Das 12. Kolloquium würdigte mit dem diesjährigen Schwerpunkt auf der Pharma- und Lebensmitteltechnologie zwei technisch-wissenschaftliche Bereiche, die sich zum einen die Aufgabe gestellt haben, für jeden und jede Krankheit etwas parat zu haben, und zum anderen daran arbeitet, nicht nur den Hunger zu bekämpfen, sondern täglich auch eine unermessliche Auswahl an Lebensmitteln für eine ausgewogene Ernährung zu liefern.

In beiden Arbeitsgebieten bestehen nach wie vor große Herausforderungen. Phamaka etwa stehen bei weitem nicht überall auf der Welt in gleichmäßiger Qualität und bezahlbar zur Verfügung. Auch die noch immer schnell wachsende Bevölkerung sowie der fortschreitende Klimawandel stellen die Lebensmittel-produzierende Industrie sowie die Erzeuger vor die immer größer werdende Aufgabe, nachhaltigere und insbesondere ergiebigere Verfahren zu entwickeln und umzusetzen. Die Prozessanalytik kann und wird an diesen Stellen ihren Beitrag leisten.

Die Anforderungen an die Prozessanalytik für die Pharma- und Lebensmittelproduktion weisen viele Parallelen auf. So sind beide Bereiche heutzutage regulatorischen Anforderungen unterworfen, die auf der Basis einer risikobasierten Vorgehensweise beruhen, womit Entwicklungs-, Herstellungs- und Qualitätssicherungsprozesse sowohl für die Produzenten als auch für die überwachenden Behörden deutlich verbessert und beschleunigt worden sind. Diese erfreuliche Entwicklung hat ihr Ende aber noch lange nicht gefunden und die die Verfahren befinden sich noch immer in einem starken Wandel. Dennoch haben sie bereits jetzt dazu beigetragen, dass zum Beispiel viele Produktionsmaschinen und Teilanlagen ihre Prozessanalytik bereits an Bord haben, wie etwa der Mähdrescher mit eingebauter Online-Spektroskopie und GPS-Kartierung für das Precision Farming oder die Gefriertrocknungsanlage mit 100%-Trocknungskontrolle am vereinzelten Produkt.

Das 12. Kolloquium greift die wichtigsten Herausforderungen auf und spannt eine Diskussionslinie entlang der technologie- und verbrauchergetriebenen Herstellungsverfahren, von Phenotyping und Digital Farming über rote und grüne Biotechnologie bis hin zur Laborautomation unter Einsatz der Hochdurchsatz-Experimentation.

Die in der Pharma- und Lebensmittelherstellung gesteckten Ziele sind hoch und entsprechend groß sind die zu erwartenden Vorteile: Im sogenannten Real Time Release wird die Qualität des finalen (Zwischen-)Produktes ausschließlich aus In-Prozess-Kontrollen oder Prozessdaten abgeleitet. Für jede produzierte Charge lässt sich die Konformität zu akzeptierten Qualitätsmerkmalen aufzeigen und diese damit ohne weitere Endkontrolle freigeben. Der konsequente Einsatz von Real Time Release ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für die kontinuierliche Produktion (Continuous Manufacturing), die die Pharmazeutische Industrie eines Tages adaptieren wird. Im historischen Rückblick haben sich fast ausnahmslos alle Zweige der Produktion in der Prozessindustrie mehr und mehr hin zu einer kontinuierlichen Produktion gewandelt. Man kann davon ausgehen, dass die Qualitätssicherungskosten bei konsequenter Implementierung von PAT von derzeit ca. 30 % in zukünftig einen kleinen einstelligen Prozentbereich der COGS gesenkt werden können. Gleichzeitig führt der Erkenntnisgewinn zur Verbesserung der Produkte selbst sowie ihrer Herstellungsprozesse. Die Qualität wird sozusagen intrinsisch eingebaut. So kann die Sicherheit für den Verbraucher sogar noch gesteigert werden und der Kostenanstieg im Gesundheitssystem wird deutlich gedämpft.

Netzwerkbildung

Das Herbstkolloquium ist die wichtigste deutschsprachige Veranstaltung zum Themenfeld Prozessanalytik und Prozessanalysenmesstechnik. Sie stellt – wie wir es nennen – den TRIALOG zwischen den Wissenschaftlern, Geräteherstellern und Anwendern her, um die Grenzen zwischen den Disziplinen zu überschreiten und Personen mit sehr unterschiedlichen Kulturen aus den verschiedenen Prozessindustrielandschaften zusammenzuführen. Die Fertigungs- und Prozessindustrie unterliegt einem starken Innovationsdruck und sich rasch verändernden äußeren Einflüssen. Durch den fachlichen Austausch lassen sich gemeinsame Lösungsansätze finden.

 

Organisationskomitee

Dr. Martin Gerlach ___ Bayer AG, Leverkusen
Elke Hilscher KWS SAAT SE, Einbeck
Prof. Dr. Bernd Hitzmann Universität Hohenheim, Stuttgart
Dr. Michael Maiwald BAM, Berlin
Dr. Jens Nolte inno-spec, Nürnberg
Dr. Thomas Steckenreiter Bayer AG, Leverkusen

 

 

 

 

 

 

Posterprogramm

Das Posterprogramm wird auf einer separaten Seite dargestellt.

Teil des Kolloquiums ist eine Posterausstellung. Für die drei besten Poster werden Preise (500 €, 400 € und 300 €) vergeben!

 

Programm - Stand 28. Oktober 2016

Montag, 28. November 2016         Opening-Session

14:00–15:00                       Eintreffen und Registrierung zur Opening-Session und zur Firmenbesichtigung

15:00–18:00                       (Option a1)        Besichtigung Historische Pharmasammlung (optional, max. 2 x 20 TN, ausgebucht)

15:00–18:00                       (Option a2)        Opening-Session mit Hintergrundinformationen zu den Themen
Pharma- und Lebensmitteltechnologie – (Chair: Gerlach)

Adrian Funke, Bayer AG, Berlin
„Pharmazeutika von der Entwicklung bis zur Vermarktung“

Prof. Dr. Frank Ordon, Julius Kuehn-Institute (JKI), Quedlinburg
„Wie funktioniert Pflanzenzüchtung?“

Dr. Andreas von Felde, KWS SAAT SE, Bergen
„Die verarbeitungstechnische Evaluierung von Sorten in einer Ver-fahrenskette am Beispiel des Roggens“

20:00 (Option b)        
Get-Together, Cancún Restaurant am Alexanderplatz
Rathausstraße 5-13, 10178 Berlin, Tel. +49 (0)30 84 71 27 85

 

Dienstag, 29. November 2016        1. Tag

09:00–10:00                        Registrierung und Kaffee

10:00–10:30                        Begrüßung und Einführung (H.-J. Raubach und T. Steckenreiter, M. Maiwald)

“Phenotyping/Digital Farming” (Chair: E. Hilscher)

Phenotyping steht im zentralen Blickfeld von Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung. Neue nichtinvasive Sensoren und automatisierte Messverfahren ermöglichen schon heute die nachhaltige Steuerung der Pflanzenproduktion, z. B.  durch gezielte Schädlingsbekämpfung und bedarfsgerechte Düngung.

10:30–11:00                        Dr. Roland-Kosta Tschakarow, Bosch Deepfield Robotics, Renningen
„Vom Internet der Felder zum Internet der Pflanzen- Neue Erkenntnisse aus automatisierten Feldversuchen“

11:00–11:30                        Dr. Frank Liebisch, ETH Zürich,  Lindau
„Phänotypisierung für Züchtung und Forschung- Prozessexperiment mit dem Zeppelin“

11:30–12:00                        Prof. Uwe Rascher, FZ Jülich, Jülich
„Phänotypisierung vom Blatt zur Region – hyperspektrale Reflexionsmessungen und sonneninduzierte Fluoreszenz vom Quadrokopter, Flugzeug und Satelliten“

12:00–13:00                        Pause und Mittagsimbiss

„Technologie- und Verbrauchergetriebene Pharmaproduktion“ (Chair: M. Gerlach)

Die Verfahren für Pharma und Lebensmittelproduktion werden stark durch die sich rasant weiterentwickelnde Technologie vorangetrieben, z. B. durch den vermehrten Einsatz von Spectral Imaging, modellprädiktiver Regelung in der Produktion oder die Integration externer „High-End-Daten“.

13:00–13:30                        Adrian Funke, Bayer AG, Berlin; Johanna Ruehl, inno-spec, Nürnberg; Albert Tulke, Bayer AG, Dormagen
“Ist der Wirkstoffgehalt jeder Tablette messbar?“

13:30–14:00 Andreas Schneider, Roche Diagnostics International Ltd, Rotkreuz/CH
„Rolle der PAT-Daten/Architekturen für die Biotechnologie“ (Arbeitstitel)

14:00–14:30                        Posterslam (ungerade Poster) – (Chair: Nolte)

14:30–16:00                        Poster- und Herstellerausstellung beim Kaffee

Podiumsdiskussion: „Pharma in Food“

Einführungsvortrag             (Chair: P. Bittermann)
16:00–16:30                        Prof. Dr. Gerd Hamscher, Justus-Liebig-Universität, Gießen
„Arzneimittelrückstände und -kontaminationen in der Lebensmittelkette – Aktuelle Herausforderungen.“

16:30–17:30                       Podiumsdiskussion
Moderation: Philip Bittermann (Redaktion CHEMIE TECHNIK und Pharma+Food , Hüthig-Verlag)

17:30                                   Ende des 1. Veranstaltungstages

 

17:30–18:45                       Zeit für Check-In in den Hotels und Anfahrt zum Gesellschaftsabend (Nähe Alexanderplatz)

18:45–23:00                       (Option c) Gesellschaftsabend

 

Mittwoch, 30. November 2016      2. Tag

Ab 08:30                              Kaffee

„Die grüne und rote Biotechnologie“ (Chair: T. Steckenreiter)

Die Anwendung der Biotechnologie ist eine weitere Gemeinsamkeit der Pharma- und Lebensmitteltechnologie, die sich in der Pflanzenbiotechnologie („grüne BT“) bzw. der medizinischen Biotechnologie („rote BT“) wiederspiegelt. Hier gelten besondere Anforderungen an die Prozessanalytik, die sich in den Vorträgen anschaulich widerspiegeln.

09:00–09:30                      Dr. Thomas Reinard, Leibnitz-Universität Hannover, Hannover
„Maßgeschneiderte Biotech-Pflanzen für Pharma, Food und Energie“

09:30–10:00 Dr. Helge Engelking, Lonza AG, Visp/CH
"Technologische Antworten auf die Kundenanforderungen in der Biopharmaproduktion

10:00–10:30                      Dr. Sascha Beutel, Leibnitz-Universität Hannover, Hannover
„Sensorentwicklung in der Bioprozesstechnik“

10:30–11:00                      Posterslam (gerade Poster) – (Chair: Nolte)

11:00–13:00                      Poster- und Herstellerausstellung mit Mittagsimbiss

„Hochdurchsatz-Analytik“ (Chair: B. Hitzmann)

Die Laborautomation unter Einsatz der Hochdurchsatz-Experimentation hat ganz neue Möglichkeiten zur systematischen Untersuchung hoch komplexer Multiparameterräume eröffnet. Aber nicht nur im Bereich des Screenings, sondern zunehmend auch in Produktionsprozessen werden Hochdurchsatz-Verfahren zu einer Optimierung der Produktion und einer Steigerung der Qualität von Produkten beitragen.

13:00–13:30                       Prof. Dr.-Ing. Jochen Büchs, RWTH Aachen, Aachen
„Analyse von charakteristischen Eigenschaften von Fermentationssystemen für Hochdurchsatzkultivierungen in Mikrotiterplatten mit Prozessanalysatoren“

13:30–14:00                        Dr. Felix Lenk, Technische Universität Dresden, Dresden
„Automatisierte visuelle Inspektion von Kulturschalen im Hochdurchsatz für die Routineanalytik mit der PetriJet-Plattformtechnologie“

14:00–14:30                        Dr. Andreas Niemöller, Bruker Optics, Ettlingen
„Hochdurchsatzanalytik in der Pharma- und Foodanalytik“ (Arbeitstitel)

14:30–15:00                        Abschluss der Veranstaltung - Verleihung des Posterpreises

 

15:30–16:30                        (Option d) Mitgliederversammlung des AK Prozessanalytik

 

Sponsoren und Aussteller

Im Rahmen des Kolloquiums findet eine Geräteausstellung statt. Über Unterstützung durch Sposoring freuen wir uns. Bitte sprechen Sie uns bei Interesse an.

Wir bedanken uns sehr herzlich bei unseren Sponsoren für die großzügige Unterstützung des Kolloquiums!

 

 


 

 


 

 

 

 

 

 


 


 

 

 

 

 


 


 

Dateien zum Herunterladen

Tagungsband - HQ, hohe Auflösung (ca. 30 MB) 

Tagungsband - klein, niedrigere Auflösung (ca. 8,5 MB) 

Second Circular - Programmflyer (Stand 28.10.2016)

First Circular - Ankündigung (Stand 24.06.2016)

Word-Vorlage für Einreichung eines Abstracts. Abstracts dürfen in Deutsch oder Englisch eingereicht werden. Die Abstracts dürfen maximal 3 Seiten umfassen.

Dr. Sascha Beutel, Leibnitz-Universität Hannover, Hannover
„Sensorentwicklung in der Bioprozesstechnik“