Der Arbeitskreis stellt sich vor
Arbeitsrichtlinie des Arbeitskreises Prozessanalytik der GDCh
Der Arbeitskreis Prozessanalytik ist ein Zusammenschluss von Einzelpersonen, die an der Prozessanalytik chemischer und physikalischer Prozesse interessiert sind. Er ist ein Arbeitskreis innerhalb der Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemäß § 2.2 der Geschäftsordnung der Fachgruppe. Der Arbeitskreis will Personen und Organisationen, die sich mit Prozessanalytik befassen (Chemiker, Ingenieure, Physiker; akademische Institute, Behörden, Vertreter der Industrie), ansprechen.
Der Arbeitskreises will für Industrieanwender, Gerätehersteller, Anwender der Prozess-analytik und Forscher im Bereich der Prozessanalytik im deutschsprachigen Raum ein Forum und eine Wissensplattform bieten. Dieses Forum soll zugleich auch national und international Schnittstelle zu anderen Organisationen auf dem Gebiet der Prozessanalytik sein.
Der Arbeitskreis soll ein sachverständiges Gremium auf dem speziellen Arbeitsgebiet darstellen, das Ergebnisse und Verfahren beurteilen kann.
Definition
Gegenstand der Prozessanalytik sind chemische, physikalische, biologische und mathematische Techniken und Methoden zur zeitnahen Erfassung kritischer Parameter von chemischen, physikalischen, biologischen und Umweltprozessen.
Ziel der Prozessanalytik ist die Bereitstellung von relevanten Informationen und Daten für die Prozessoptimierung, -automatisierung, -steuerung und -regelung zur Gewährleistung einer konstanten Produktqualität in sicheren, umweltverträglichen und kostengünstigen Prozessen.
Zielsetzung des Arbeitskreises
Ziele des Arbeitskreises sind
- Plattform für die o. g. Personen und Organisationen sein;
- Wissenschaftliche Interessensgemeinschaft zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Know-How auf dem Gebiet der Prozessanalytik sein;
- Ansprechpartner in der Chemie für andere naturwissenschaftliche Disziplinen in Bezug auf Fragen der Prozessanalytik sein;
- über Austausch, strategische Diskussionen und Vorhaben hinaus, gezielte Projekt- und Entwicklungsförderung zu betreiben, sowie internationale Kontakte zu etablieren, wo bisher kein koordiniertes Vorgehen (z.B. als Antwort auf internationale/gesetzliche Regularien wie die FDA-PAT-Initiative oder OSHA Standards (1910,31); EN 54; NFPA 72; TRAS 410) vorliegt;
- bei der Ausarbeitung von Normen und Richtlinien, die sein Arbeitsgebiet betreffen mit zu wirken; Dabei soll eine enge Zusammenarbeit mit bereits bestehenden Arbeitsgruppen gepflegt werden (z.B. Namur AK 3.6). Der Arbeitskreis soll in Gutachten Stellung nehmen zu messtechnischen und analytischen Problemen, die Bedeutung für Gesetze und Verordnungen staatlicher Institutionen erlangen. Er soll Beratertätigkeit und Schiedsrichterfunktionen übernehmen;
- Know-How auf dem Gebiet der Prozessanalytik zu verbreiten (z.B. durch Tagungen und Fortbildungen). Der Arbeitskreis legt diese Veranstaltungen in eigenem Ermessen fest und kann bei Bedarf im Einvernehmen mit der Fachgruppe "Analytische Chemie" auf die organisatorische Hilfe der GDCh- Geschäftsstelle zurückgreifen;
- Schnittstellen zur internationalen Scientific Community zu etablieren und
- Champion für Stärkung des Stellenwerts der Prozessanalytik an Universitäten und Fachhochschulen zu sein (künftig mehr Berücksichtigung in Lehrplänen).
Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft
Der AK ist bezüglich der Mitgliedschaft offen für alle auf dem Gebiet der Prozessanalytik arbeitenden Personen und Organisationen. Anträge auf Mitgliedschaft im AK Prozessanalytik müssen von zwei AK - Mitgliedern befürwortet werden. Mitglieder des AK können werden:
- GDCh- Mitglieder, die bereits ordentliches Mitglied der GDCh- Fachgruppe "Analytische Chemie" sind oder ihren Beitritt zu dieser Fachgruppe erklären;
- Interessenten mit Studienabschluss (Bachelor, Diplom/Master (FH oder Uni)), die - ohne selbst Chemiker zu sein - der Fachgruppe "Analytische Chemie" als ordentliches Mitglied und deshalb der GDCh als assoziiertes Mitglied beitreten;
- Interessenten, die nur im Rahmen des AK tätig sein möchten, und weder der GDCh noch der Fachgruppe "Analytische Chemie" als Mitglied angehören wollen. Sie haben innerhalb des AK Prozessanalytik volle Rechte und Pflichten;
- die Mitgliedschaft im Arbeitskreis ist kostenlos für Mitglieder der Fachgruppe Analytische Chemie der GDCh. GDCh-Mitglieder und Mitglieder der DECHEMA zahlen den entsprechenden Fachgruppenbeitrag der Fachgruppe Analytische Chemie. Für Mitglieder, die nur Mitglieder des AK sind, wird ein gesonderter Beitrag erhoben.
Vorstand
Die Mitglieder des AK Prozessanalytik wählen aus ihren Reihen mit einfacher Stimmenmehrheit durch Briefwahl oder durch Abstimmung auf der Mitgliederversammlung einen Vorstand, bestehend aus einem Vorsitzenden und seinen Stellvertretern.
Für die Wahl des Vorstands werden folgende drei Listen erstellt:
• Hochschule / Forschungseinrichtungen
• Industrie / freie Berufe
• Geräte- / Softwarehersteller
Von jeder der Listen ist jeweils die Person mit den meisten Stimmen als Vorstandsmitglied gewählt. Bei Stimmengleichheit in einer Liste kann auch mehr als eine Person berufen werden. Im Rahmen der Konstituierung teilen die Vorstandsmitglieder die Aufgaben untereinander auf. Der Vorstand wird auf die Dauer von 4 Jahren gewählt und beginnt seine Amtszeit am 1. Januar des auf die Wahl folgenden Jahres. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorsitzende gehört gleichzeitig dem erweiterten Vorstand der Fachgruppe "Analytische Chemie" an.
Die oben aufgeführten Arbeitsrichtlinien wurden in der ersten Mitgliederversammlung am 23. April 2008 in Frankfurt verabschiedet.
Die in blau aufgeführten Änderungen wurden von den Mitgliedern in der zweiten Mitgliederversammlung am 23. April 2008 in Frankfurt diskutiert und beschlossen und vom Vorstand der Fachgruppe Analytische Chemie am 11.07.2008 genehmigt.
Die in grün aufgeführten Änderungen wurden von den Mitgliedern in der zweiten Mitgliederversammlung am 04. November 2012 in Berlin diskutiert und beschlossen und vom Vorstand der Fachgruppe Analytische Chemie am 05.12.2012 genehmigt.
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Flyer des Arbeistkreises (aktuelle Version 2009) mit Mitgliedsantrag als Download
Jahresbericht des Arbeitskreises Prozessanalytik 2012
Geschrieben von: Vorstand des AK Prozessanalytik Dienstag, den 15. November 2011 um 00:00 Uhr
Übersicht
Der Arbeitskreis Prozessanalytik hat derzeit knapp 270 Mitglieder und ist damit im Jahr 2011 wieder etwas gewachsen. Mehr als 30 % der Mitglieder des AK sind Gäste, insbesondere aus dem Bereich Verfahrenstechnik. Dies zeigt die Interdisziplinarität des Arbeitsgebietes. In der Zukunft ist geplant, die Kontakte weiter auszubauen, die Zusammenarbeit mit dem VDI zu entwickeln und pharmazeutische Ingenieure zu integrieren. Die Zusammenarbeit mit der DECHEMA wurde durch die gemeinsamen Weiterbildungsaktivitäten weiter gestärkt.
Ebenso erwähnenswert ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen Gruppen der FG Analytik der GDCh, die sich insbesondere bei der Durchführung des Doktorandenseminars zeigt, das zum 6. Male stattgefunden hat und derzeit federführend von AK Prozessanalytik organisiert wird. Die Nachfrage nach ausgebildeten Prozessanalytikern ist nach wie vor hoch und ungebrochen und kann bei Weitem von den Hochschulen nicht befriedigt werden.
Die finanzielle Ausstattung des AK ist dank der sehr erfolgreichen vergangenen Kolloquien ausgezeichnet. Besonderes beeindruckend war in diesem Jahr das breite Spektrum der Vorträge aus dem Bereich Prozessanalytik auf der ACHEMA und auf der PROCESSNet Jahrestagung, beides Veranstaltungen, die gemeinsam mit der DECHEMA organisiert wurden. Auch das 8. Kolloquium des Arbeitskreises Prozessanalytik wurde erfolgreich in Berlin mit dem Thema „Spektroskopie und Sensorik in der Prozessanalytik“ durchgeführt.
Besonders erfreulich war, dass im vergangenen Jahr – neben der Unterstützung für die Doktorandentagung in Attendorn – wieder zahlreiche Stipendien für junge Wissenschaftler vergeben werden konnten. Auf der PROCESSNet Jahrestagung wurden zwei Arbeiten von jungen Wissenschaftlern ausgewählt und mit Auszeichnungen des Arbeitskreises gewürdigt. Bei einem vom Arbeitskreis organisierten DECHEMA‐Kolloquium in Frankfurt/M haben eine Reihe von Fachleuten den aktuellen Stand der Entwicklung, sowie Trends und Herausforderungen in der Zukunft diskutiert mit dem Thema: „Mini‐PAT – Trends zur Miniaturisierung der Prozessanalytik“.
Der Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik der Technischen Universität Kaiserslautern verlieh am 13. Juli 2012 Herrn Dr. rer. nat. Michael Maiwald, Berlin, die Lehrbefugnis für das Fach "Prozessanalytik". Dies ist bundesweit die erste Venia Legendi, die für das Fach "Prozessanalytik"
erteilt wurde.
Der eigene Web‐Auftritt des Arbeitskreises (http://arbeitskreis‐prozessanalytik.de/) und die Durchführung der Weiterbildungskurse belegen die hohe Attraktivität des Arbeitskreises.
Schwerpunktthemen in 2012
Weiterbildung im Bereich der Prozessanalytik
Der Arbeitskreis Prozessanalytik ist ein Arbeitskreis, der gemeinsam von der GDCh und der DECHEMA getragen wird. Ziel ist dabei die verfahrenstechnische Kompetenz der DECHEMA mit der analytischen Kompetenz der FG Analytik in der GDCh zu vereinen. Beide Institutionen gestalten und organisieren
die geplanten Fort‐und Weiterbildungskurse gemeinsam unter dem Logo des Arbeitskreises. Durch die Fort‐ und Weiterbildung sollen berufsspezifische Fertigkeiten vertieft, die Handlungskompetenzen erweitert und die persönliche Entwicklung gefördert werden.
Im Jahr 2012 wurden folgende Module von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie angeboten:
- Quality by Design – Wissenschaftliche Grundlagen: 17.–18. April 2012 in Stuttgart (Prof. Kessler, DECHEMA), mit 15 Teilnehmern bereits erfolgreich durchgeführt
- Data Mining mit Multivariaten Methoden und Support Vector Machines: 11.–13. Juni 2012 in Stuttgart (DECHEMA, Prof. W. Kessler), mit ebenfalls fast 15 Personen erfolgreich durchgeführt
- Schwingungsspektroskopie für Qualitäts‐ und Prozesskontrollen: 18.–20. September 2012 in Essen (GDCh, Prof. Siesler)
- Hyperspectral Imaging – Chemical Imaging: Spektrale bildgebende Verfahren: 25.–27. September 2012 in Reutlingen (GDCh, Prof. Kessler)
- Teilchengrößenanalytik in Prozessen: Messtechniken für Emulsionen und Suspensionen: 10.–12. Oktober 2012 in Potsdam (DECHEMA, Prof. Löhmannsröben)
- Prozessanalytik: Konzepte und Strategien: 23.–25. Oktober 2012 in Frankfurt (DECHEMA,Prof. Kessler)
- Prozessanalytik in der Biotechnologie: 12.–14. November 2012 in Kaiserslautern (DECHEMA, Prof. Ulber, Prof. Hitzmann)
- Prozessspektroskopie – Grundlagen: 13 –15. November 2012 in Berlin (GDCh, Dr. Maiwald)
- Online Chromatographie: 19.–20. November 2012 in Leverkusen (GDCh, Prof. Rehorek)
Die meisten Module werden auch im Jahr 2013 angeboten.
Vorstandswahlen 2012 für die Amtsperiode 01.01.2013 bis 31.12.2016
Im Sommer wurden die Vorstandswahlen für die Amtsperiode vom 01.01.2013 bis 31.12.2016 durchgeführt. Alle drei derzeitigen Vorsitzenden standen nicht mehr zur Wahl. Erfreulicherweise haben sich insgesamt jeweils 3 Personen aus den Bereichen Hochschulen/Forschungsinstitutionen, Anwender und Instrumentenhersteller zur Wahl gestellt. Die Zahl der Kandidaten wie auch eine Wahlbeteiligung von 45 % zeugt vom großen Engagement und Interesse der Mitglieder des Arbeitskreises.
Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:
Vorsitz:
- Dr. habil. Michael Maiwald, BAM Berlin, vertritt die Hochschulen und Forschungsinstitute
Stellvertreter:
- Elke Hilscher, KWS SAAT AG, Einbeck, vertritt die Anwender
- Dr. Thomas Steckenreiter, Endress+Hauser Conducta, vertritt die Instrumentenhersteller
- Dr. Jens Nolte, Polytec GmbH, Waldbronn, vertritt die Instrumentenhersteller
Aufgrund von Stimmengleichheit vertreten 2 Personen den Bereich der Instrumentenhersteller.
Wir wünschen dem neuen Vorstand alles Gute für die Zukunft und viel Erfolg bei der ehrenamtlichen Arbeit.
Weitere Aktivitäten des Arbeitskreises
Im Rahmen der European Medicine Agency (EMA) wurde die Expertise des Arbeitskreises bei der Ausarbeitung von Richtlinien zur online Analytik in der Pharmaindustrie eingebracht.
Zahlreiche Mitglieder des AK und auch des erweiterten Vorstandes arbeiten in verschiedene Gremien und verbreiten so die Ideen des Arbeitskreises.
Perspektiven
Die Hochschule Reutlingen gründet derzeit ein neues Lehr‐ und Forschungszentrum mit dem Titel Process Analysis & Technology (PA&T). Aufbauend auf den hervorragenden bisherigen Arbeiten soll in dem Zentrum die ganze interdisziplinäre Vielfalt der Prozessanalyse abgebildet werden. In den nächsten zwei Jahren werden insgesamt 4 Professorenstellen ausgeschrieben. Bei der W3 Stelle mit dem Schwerpunktthema Photonik laufen die Berufungsgespräche. Die hohe Zahl und Qualität der Bewerber zeugen von der hohen Attraktivität des Themas.
Fest eingeplant für das Jahr 2013 sind das Doktorandenseminar, wieder in Berlin (24.‐ 26. Februar) und das 9. Kolloquium des Arbeitskreises Prozessanalytik im Herbst bei der BASF SE in Ludwigshafen am Rhein am 28. und 29. November 2013.
Zusammen mit der DECHEMA wird am 4. April 2013 ein Kolloquium mit dem Thema “Prozessanalytik vor und nach der Messung ‐ Probenaufbereitung und Daten‐Management“ veranstaltet.
Gezeichnet: Prof. Dr. Rudolf Kessler, Dr. Dirk Steinmüller, Dr. Wolf-Dieter Hergeth, Vorstand des AK Prozessanalytik
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Mitgliederentwicklung 2007-2013
Mitgliederentwicklung des Arbeitkreises seit 2007 im Vergleich zu den Mitgliederzahlen der Fachgruppe Analytische Chemie (/10) und der GDCh (/100).

Mitgliedschaft
Voraussetzungen für eine Mitgliedschaft
Der AK ist bezüglich der Mitgliedschaft offen für alle auf dem Gebiet der Prozessanalytik arbeitenden Personen und Organisationen. Anträge auf Mitgliedschaft im AK Prozessanalytik müssen von zwei AK-Mitgliedern befürwortet werden.
Mitglieder des AK können werden
- GDCh-Mitglieder, die bereits ordentliches Mitglied der GDCh-Fachgruppe „Analytische Chemie“ sind oder ihren Beitritt zu dieser Fachgruppe erklären
- Dechema-Mitglieder
- Interessenten mit Studiumabschluss (Bachelor, Diplom, Master (FH oder Uni), die – ohne selbst Chemiker zu sein – der Fachgruppe „Analytische Chemie“ als ordentliches Mitglied und deshalb der GDCh als assoziiertes Mitglied beitreten
- Interessenten, die nur im Rahmen des AK tätig sein möchten, und weder der GDCh noch der Fachgruppe „Analytische Chemie“ als Mitglied angehören. Sie haben innerhalb des AK Prozessanalytik volle Rechte und Pflichten.
Antrag auf Mitgliedschaft
--> Bitte diese Seite ausdrucken und an nachfolgende Anschrift senden, faxen: Fax-Nr. +49 69 7917-1231 oder mailen: E-Mail: n.buerger (at) gdch.de
Gesellschaft Deutscher Chemiker
z. Hd. Nicole Bürger
Mitgliedermarketing / Fach- und Regionalstrukturen
Postfach 90 04 40
60444 Frankfurt am Main
Name: ______________________________________________________________________
Adresse: ____________________________________________________________________
E-Mail: _____________________________________________________________________
❒ Ich möchte Mitglied des AK Prozessanalytik werden
❒ Ich bin bereits Mitglied der GDCh oder der Dechema Mitglieds-Nr. ________
❒ Ich bin bereits Mitglied in der Fachgruppe Analytische Chemie oder in einer anderen FG der GDCh Mitglieds-Nr. ________
❒ Ich ich möchte den Mitgliederbereich des Internetforums nutzen und bin mit der Speicherung
meiner folgenden Daten für Administrationszwecke einverstanden:
Vorname, Name, E-Mail, Benutzerkennung, Passwort (verschlüsselt)
Mitgliedsgebühren, Stand 2013
• Mitglieder von GDCh und Fachgruppe Analytische Chemie: kostenfrei
• Mitglieder von GDCh und/oder Dechema: 15 €
• Nur Mitgliedschaft im AK Prozessanalytik: 20 €
Downloads
Arbeitsrichlinie (Satzung)
Flyer des Arbeistkreises (aktuelle Version 2009) mit Mitgliedsantrag als Download
Weitere Informationen
Jahresbericht des Arbeitskreises Prozessanalytik 2011
Geschrieben von: Vorstand des AK Prozessanalytik Dienstag, den 15. November 2011 um 00:00 Uhr
Übersicht
Der Arbeitskreis Prozessanalytik hat derzeit etwa 250 Mitglieder und ist damit im Jahr 2011 wieder etwas gewachsen. Fast 40 % der Mitglieder des AK sind Gäste, insbesondere aus dem Bereich Verfahrenstechnik. Dies zeigt die Interdisziplinarität des Arbeitsgebietes. Es ist deshalb richtig und für die Zukunft des Arbeitskreises wichtig, dass der Kontakt zur Industrie und zu den Kollegen der Verfahrenstechnik weiter ausgebaut wird.
Die Nachfrage nach ausgebildeten Prozessanalytikern ist nach wie vor hoch und ungebrochen und kann bei Weitem nicht befriedigt werden.
Die Zusammenarbeit mit der DECHEMA wurde durch die gemeinsamen Weiterbildungsaktivitäten weiter gestärkt. Ebenso erwähnenswert ist die erfolgreiche Zusammenarbeit mit anderen Gruppen der FG Analytik, die sich insbesondere bei der Durchführung des Doktorandenseminars zeigt, das zum 5. Mal stattgefunden hat.
Die finanzielle Ausstattung des AK ist ausgezeichnet dank der sehr erfolgreichen vergangenen Kolloquien. Das Kolloquium in 2011 in Linz, diesmal mit den österreichischen Kollegen, war sehr erfolgreich. Es war beeindruckend zu sehen, dass Österreich eine Vorreiterrolle für die Zusammenarbeit der Industrie mit den Hochschulen und Universitäten im Bereich Prozessanalytik durch die Förderung eines Großprojektes übernommen hat. Davon ist Deutschland noch weit entfernt. Nicht unerwähnt sollen jedoch die Anstrengungen des Arbeitskreises sein, dass bei der Agenda Photonik 2020 zum ersten Mal auch das Thema Prozessanalytik explizit im Programm erwähnt ist. Es bleibt zu hoffen, dass sich nun viele Wissenschaftler zusammen mit der Industrie an dem Programm beteiligen.
Höhepunkt im Jahr 2011 war die zweite EuroPACT Konferenz. Federführend für diese internationale Konferenz sind der Arbeitskreis Prozessanalytik und die Kollegen der CPACT in Glasgow. Auch das 7. Kolloquium des Arbeitskreises Prozessanalytik wurde erfolgreich im Chemiepark in Linz mit den österreichischen Kollegen zum Thema „Prozessanalytik als Werkzeug zum Design innovativer Materialien und zur Optimierung von Großanlagen“ veranstaltet.
Besonders erfreulich war, dass im vergangenen Jahr - neben der Unterstützung für die Doktorandentagung in Attendorn - zahlreiche Stipendien für junge Wissenschaftler vergeben werden konnten. So wurden für die EuroPACT 2011 insgesamt 10 Stipendien vergeben, dazu noch zahlreiche weitere Stipendien für das Kolloquium in Linz. Besonders hervorzuheben ist das Engagement von Siemens auf der EuroPACT 2011, wo der zweite Siemenspreis vergeben wurde. Erfreulich waren die zahlreichen Bewerber, was für das Renommee des Preises spricht. Auf der Tagung wurden noch zwei weitere Arbeiten von jungen Wissenschaftlern ausgewählt und mit Auszeichnungen des Arbeitskreises gewürdigt.
Nicht zu vergessen ist die Gestaltung des Tandemvortrages auf der ProcessNet Jahrestagung im September in Berlin und die Verleihung eines Preises für die beste Abschlussarbeit auf dem Gebiet der Prozessanalytik, die bereits zum dritten Mal stattgefunden hat. Die ProcessNet-Jahrestagung wurde in diesem Jahr zusammen mit dem "8th European Congress of Chemical Engineering" (ECCE 2011) im ICC International Congress Center Berlin durchgeführt. Dort hatten sich mehr als 3.000 Fachleute aus Verfahrenstechnik, Chemie und Biotechnologie versammelt.
Bei einem vom Arbeitskreis organisierten DECHEMA-Kolloquium in Frankfurt/M haben eine Reihe von Fachleuten den aktuellen Stand der Entwicklung, sowie Trends und Herausforderungen in der Zukunft von „Reaktionstomographie und Chemical Imaging“ diskutiert.
Der eigene Web-Auftritt des Arbeitskreises (http://arbeitskreis-prozessanalytik.de/) und die Durchführung der ersten Weiterbildungskurse belegen die hohe Attraktivität des Arbeitskreises.
Schwerpunktthemen in 2011
Weiterbildung im Bereich der Prozessanalytik
Der Arbeitskreis Prozessanalytik ist ein Arbeitskreis, der gemeinsam von der GDCh und der DECHEMA getragen wird. Ziel ist dabei die verfahrenstechnische Kompetenz der DECHEMA mit der analytischen Kompetenz der FG Analytik in der GDCh zu vereinen. Beide Institutionen gestalten und organisieren die geplanten Fort-und Weiterbildungskurse gemeinsam unter dem Logo des Arbeitskreises. Durch die Fort- und Weiterbildung sollen berufsspezifische Fertigkeiten vertieft, die Handlungskompetenzen erweitert und die persönliche Entwicklung gefördert werden.
Im Jahr 2011 wurden folgende Module von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und der Industrie angeboten:
-
QbD - Wissenschaftliche Grundlagen: 8. und 9. Juni in Frankfurt
-
Spektrales Imaging und bildgebende online Verfahren: 27.–29. September in Reutlingen
-
Prozessanalytik: Konzepte und Strategien: 19.–21. Oktober in Frankfurt
-
Prozessspektroskopie: 29. November–01. Dezember 2011 in Berlin
-
Online Chromatographie: 21.–22. November 2011 in Köln
-
Prozessanalytik in der Biotechnologie: 14.–16. November in Kaiserslautern
Alle Module werden auch im Jahr 2012 angeboten und durch weitere Module ergänzt.
Es ist geplant, Personen die drei Kurse absolviert haben, nach dem erfolgreichen Ablegen einer mündlichen Prüfung ein Zertifikat zu überreichen. Damit sollen den Teilnehmern „Credit Points“ übertragen werden, um die zukünftig immer wichtiger werdende Forderung nach lebenslangem Lernen zu erfüllen.
EuroPACT 2011
Die zweite Europäische Konferenz über Prozessanalytik und Kontrolltechnologie fand vom 27. April bis zum 29. April 2011 in Glasgow statt. Die EuroPACT ist eine Konferenz, die alle drei Jahre an wechselnden Standorten abgehalten wird. Nach der sehr erfolgreichen ersten Konferenz im Jahre 2008 in Frankfurt trafen sich dieses Mal mehr als 200 Teilnehmer aus 23 Nationen in Glasgow. Die deutschen Teilnehmer waren mit mehr als 60 Personen die zahlenmäßig stärkste Gruppe. Etwa 20 Aussteller (bei starker deutscher Beteiligung) bildeten den Rahmen für einen breiten wissenschaftlichen und technischen Exkurs.
Ziel der EuroPACT ist es, die Schlüsseltechnologien und Personen für dieses außerordentlich inter- und transdisziplinäre Thema zusammenzubringen und so kontinuierlich ein Netzwerk in Europa aufzubauen. Neben der CPACT in Großbritannien und dem Arbeitskreis Prozessanalytik der GDCh und der DECHEMA konnten die Namur, die Niederländische Chemische Vereinigung, die ISPE und die EUFEPS als Veranstalter gewonnen werden. Organisatorisch wird die Tagung von der DECHEMA begleitet.
Die nächste EuroPACT 2014 findet in Barcelona statt. Federführend werden dabei Frau Prof. Anna de Juan und Prof. Roma Tauler sein, zwei renommierte Chemometriker, die die Tagung vor Ort organisieren. Es wird versucht, insbesondere die Kollegen aus den südlichen Ländern Europas aktiv zu beteiligen und in das Tagungskonzept zu integrieren. Die Veranstalter sind überzeugt, dass sich diese Tagung weiter entwickeln wird und die Technologie der Prozessanalytik breite Anwendung in der Produktion finden wird.
Weitere Aktivitäten des Arbeitskreises
In der zweiten Jahreshälfte 2011 wurden von Mitgliedern des Arbeitskreises zwei Sonderhefte zum Thema "Prozessanalytik" und "Sensorik" in der Fachzeitschrift "Technisches Messen" tm fertig gestellt: Ein Heft zur Thematik "Prozessanalytische Messtechnik" (Erscheinung für Dezember 2011 geplant) und ein Heft zur Thematik "Strukturintegrierte Sensorik" (Erscheinung für 1. HJ 2012 geplant).
Am „Handbook of Biophotonik“ im Band III haben Mitglieder des AK mitgewirkt und die Prozessanalytik vertreten.
Im Rahmen der European Medicine Agency (EMA) wurde die Expertise des Arbeitskreises bei der Ausarbeitung von Richtlinien zur online Analytik in der Pharmaindustrie eingebracht.
Zahlreiche Mitglieder des AK und auch des erweiterten Vorstandes arbeiten in verschiedene Gremien und verbreiten so die Ideen des Arbeitskreises.
Perspektiven
Im Jahr 2012 soll das Weiterbildungsprogramm des Arbeitskreises weiter entwickelt und vervollständigt werden, so dass im Endausbau ca. 10–15 Module aus allen Bereichen der Prozessanalytik für die Industrie zur Verfügung stehen. Diese Module sollen die Basis bilden für die Entwicklung eines Curriculums für einen externen Master in Prozessanalysentechnik.
Auch auf Europäischer Ebene werden ähnliche Konzepte diskutiert. Gerade formiert sich ein Konsortium Europäischer Zentren auf dem Gebiet der Prozessanalytik mit dem Ziel, die sehr unterschiedlichen Kompetenzen zu bündeln und der Industrie in Form von Weiterbildungskursen zur Verfügung zu stellen. Gemeinsam mit den institutionellen Trägern der EuroPACT Konferenz wird auch über ein gemeinsames Promotionskolleg nachgedacht.
Fest eingeplant für das Jahr 2012 sind das Doktorandenseminar, diesmal in Berlin (26.–28. Februar) und das Kolloquium des Arbeitskreises Prozessanalytik im Herbst bei der BAM am 3. und 4. Dezember.
Zusammen mit der DECHEMA wird im Februar ein Kolloquium mit dem Thema “Miniaturisierte Prozessanalytik“ veranstaltet. Ebenso wird sich der Arbeitskreis an der Gestaltung des Achema - Kongresses beteiligen und den Trendbericht Prozessanalytik gestalten.
Besonderes Augenmerk richtet der Arbeitskreis auf die anstehenden Vorstandswahlen für die Amtsperiode 2012 bis 2016. Die drei derzeitigen Vorstandsmitglieder stehen für eine weitere Amtszeit nicht mehr zur Verfügung. Es ist sicher, dass sich mindestens jeweils drei Bewerber (also mindestens 9 Kandidaten) für den Vorstand aus dem Bereich der Anwender, der Instrumentenhersteller und der Hochschulen/Wissenschaft zur Verfügung stellen werden. Wir hoffen, dass dieses Interesse auch durch eine hohe Wahlbeteiligung der Mitglieder ihre Würdigung erfährt.
Gezeichnet: Prof. Dr. Rudolf Kessler, Dr. Dirk Steinmüller, Dr. Wolf-Dieter Hergeth, Vorstand des AK Prozessanalytik
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Der Vorstand 2013-2016
Geschrieben von: Administrator Montag, den 23. November 2009 um 22:34 Uhr
Der amtierende Vorstand ist von den Mitgliedern 2012 gewählt worden. Der Vorstand amtiert 2013-2016.
Vorsitz:
- Dr. habil. Michael Maiwald, BAM Berlin, vertritt die Hochschulen und Forschungsinstitute
Stellvertreter:
- Elke Hilscher, KWS SAAT AG, Einbeck, vertritt die Anwender
- Dr. Thomas Steckenreiter, Endress+Hauser Conducta, vertritt die Instrumentenhersteller
- Dr. Jens Nolte, Polytec GmbH, Waldbronn, vertritt die Instrumentenhersteller

Der Vorstand kann über folgende E-Mail kontaktiert werden:
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