Bericht über das Doktorandenseminar AKPAT 2021

Bericht über das Doktorandenseminar AKPAT 2021

Es ist immer wieder erfrischend zu sehen, mit welchem Engagement und mit welcher Kreativität unsere Jungakademiker wissenschaftliche Veranstaltungen zu gestalten wissen. Der Gewinner des Vortragspreises des Doktorandenseminars 2021, Martin Paul, berichtet im Folgenden über die Veranstaltung:

„Das 15. Interdisziplinäre Doktorandenseminar des AK PAT wurde dieses Jahr in Form einer Online- Veranstaltung vom 6.-8. Oktober unter dem Motto „Die junge PAT – digital und vernetzt“ durch junge Wissenschaftler des Arbeitskreises Prozessanalytik (GDCh& DECHEMA) unter Leitung von Katharina Dahlmann organisiert und moderiert. Die Einladung erfolgte ebenfalls im Namen der Arbeitskreise Chemometrik und Qualitätsmanagement, Chemo- und Biosensoren und Elektrochemie der Fachgruppe Analytik der GDCh. Die Tagung wurde von 51 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht, in der Mehrzahl Doktorandinnen und Doktoranden, von PAT Interessierten aus der Akademia- sowie von der Hersteller- und Anwenderseite aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hierbei wurde die Tagung genutzt, um aktuelle Forschung zu präsentieren, interdisziplinär zu diskutieren, berufliche Perspektiven in der Industrie aufzuzeigen und die Vernetzung der Gemeinschaft der Prozessanalytik mit Wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern.

Nach einem ersten Kennenlernen in der von Martin Rößler detailliert und intuitiv gestalteten digitalen „gather.town“ erfolgte am Nachmittag die Begrüßung durch die Organisatoren und die Einstimmung auf die Tagung durch den inspirierenden Eröffnungsvortrag “Ein Leben in und für die PAT”, gestaltet von Martin Gerlach (Bayer AG), Tobias Eifert (Covestro AG), Matthias Rädle (Hochschule Mannheim, CeMOS) und Dominik Rabus (RABUS.TECH). Anschließend wurde der Abend mit einer moderierten Bierverkostung vor dem Bildschirm abgerundet. Neben den Genuss von exotischen Bieren, z.B. Rotebeete- oder Tonka-Bier, konnten hier erste Gespräche geführt und Kontakte geknüpft werden.

Am zweiten Tag begann die Tagung mit dem praxisnahen, interaktiven Vortrag „Selbstmanagement im Home-Office“ von Svenja Neupert, welcher durch die überzeugende Vermittlung wichtiger Strategien wie z.B. Fokussierung, Planung, positives Denken und Kooperationsstrategien auf breites Interesse stieß. Nach der sich anschließenden Mittagspause fanden Poster Slam und ein erster Vortagsblock der Doktorandinnen und Doktoranden statt. Darauf folgte der erste Sponsoren-Pitch und die erste Trialog-Session, in welcher auf Basis der Pitches mit den Vertreterinnen und Vertretern der Industrie über aktuelle Trends, Methoden oder Geräte der Prozess Analytik diskutiert wurde. Nach einer weiteren Vortragsession, in der wiederum Doktorandinnen und Doktoranden ihre Forschung vorstellten, wurde am Abend ein Online „EXIT-Game“ durchgeführt, welches vor allem von der Doktoranden-Generation zum Teaming und zum Netzwerken genutzt wurde.

Am dritten und letzten Tag wurde das Seminar durch den Vortrag „Datenintegration spektroskopischer Information und deren Nutzen“ von Matthias Odenweller (Evonik) eröffnet, welcher spannende Einblicke in die Datenintegration spektroskopischer Information und deren Nutzen erlaubte. Der darauffolgende Sponsoren-Pitch und die damit verbundene Trialog-Session bot ein weiteres Mal die Chance, mit den Experten aus der Industrie zu diskutieren. Darauf folgte der letzte Vortragsblock der Doktorandinnen und Doktoranden. Der abschließende Fachvortrag “Prozessintegration von NIR- Sensoren” von Mario Krause (Carl Zeiss Spectroscopy GmbH) zeigte eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit von modernen NIR-Sensoren und die Herausforderungen einer robusten Kalibration für die optimale Nutzung in der Prozessanalytik. Am Ende der Veranstaltung wurden die Beitragspreise verliehen.

Der Preis für das beste Poster ging an Luca Schmidt (TU Hamburg- Harburg) für das Poster “Der Einfluss von phosphorhaltigen Partikeln in Schweinegülle auf Spektraldaten, bestimmt durch In-line Mittelinfrarotspektroskopie”. Lukas Mahler (Hochschule Niederrhein) „Anwendung prozess- analytischer Methoden auf biotechnologische und chemische Reaktionen“ und Paul Friedo (BASF Schwarzheide GmbH) “Evaluierung der Wireless Gateway Anbindung eines Prozessanalysators in industrieller Fertigungsumgebung” teilten sich den dritten Preis für den besten Vortrag. Peter Sagmeister (Universität Graz) erzielte den zweiten Platz mit dem Vortrag “Process Analytics and Advanced Control Strategies for an Automated Continuous Flow Chemistry Platform”. Der Preis für den ersten Platz wurde an Martin Paul (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) für den Vortrag „Development of a high-sensitivity biosensor for the quasi-continuous detection of the explosive TNT and the illegal drug cocaine” verliehen.“

Vielen Dank, lieber Martin, für den schönen Beitrag

Matthias Rädle.

November 19, 2021 Nachrichten
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