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Leidenschaft für die PAT: Gesichter im Vorstand

post by Werner Worringen

Vorstand, erweiterter Vorstand und die in den Arbeitskreisen Aktiven im AK PAT arbeiten nun seit über einem Jahr zusammen. Die jeweiligen Mitglieder wollen wir in einer lockeren Reihe vorstellen. Werner Worringen, seit 2017 im erweiterten Vorstand dabei, spricht mit ihnen.

 

 

Maik Müller ist nicht nur Repräsentant der Hersteller im Vorstand, sondern auch Vorsitzender des Vorstands. Hier ist seine Vita:

 

 

1990 – 1995 Studium Nachrichtentechnik an der Hochschule Mannheim; Dipl.-Ing.
1995 – 2005 tec5 AG – diverse Positionen in Entwicklung, Leiter Business Unit Systems
2005 – 2008 CyBio AG – Director R&D and Automation
2009 – 2010 Zühlke GmbH – Leiter Business Unit Systems Engineering
2010 – jetzt tec5 AG – Vorstand / CEO
2015 – jetzt Nynomic AG – Vorstand / CEO

 

Hallo Maik, heute ist der Chef dran. Maik, zunächst: Was hat Dich zur PAT gebracht?

Was hat mich zur PAT gebracht?

Mein ganzes Berufsleben bewege ich mich in der PAT. Ich bin nach dem Studium 1995 in die relativ junge tec5 AG eingestiegen und wir haben uns zu der Zeit auf die noch neue Diodenarray-Spektroskopie spezialisiert. Diodenarray-Spektroskopie wurde über die Jahre immer stärker in Prozess-Applikationen angewendet und hat viel Verbreitung gefunden. tec5 hat sich in den letzten Jahren noch stärker auf die Prozessanwendungen, insbesondere die oft schwierigen, nichtfunktionalen Anforderungen spezialisiert. Dies prägte mein Berufsleben in Entwicklung und Projektleitung, bis ich immer mehr in Managementfunktionen abgedriftet bin und nun seit über elf Jahren auf Vorstandsebene das Thema PAT weiter treibe.

Und was hat Dich zum AK PAT gebracht?

Das war ein längerer Weg. Der AK PAT war mir schon viele Jahre sehr vertraut; wir waren ja auch in der Vorstandsarbeit mehrfach mit anderen Mitarbeitern der tec5 präsent. Aber was mich so richtig zum AK gebracht hat, ist die Überzeugung, dass wir uns aus Herstellersicht noch mehr in diese Arbeitskreise einbringen müssen, damit die tollen Technologien, die wir teilweise schon vor zehn Jahren entwickelt haben, auch ankommen. Ja, und so habe ich mich dann Mitte 2020 entschieden, im AK PAT als Vorstand für die Hersteller zu kandidieren.

Heißt das, die Hersteller waren Dir nicht präsent genug?

Das war aus der Überzeugung heraus, dass wir als Hersteller uns noch stärker einbringen müssen, um diese Technologien dann auch zum Nutzen der Anwender im Prozess ankommen zu lassen. Ich glaube, da sind die Hersteller aus technologischer Sicht an vielen Stellen schon weiter. Nicht von den Konzepten her, da arbeiten wir sicherlich auf Augenhöhe mit den Anwendern und der Wissenschaft, jedoch in Bezug auf die tatsächliche Verfügbarkeit der Technologien. Es standen aber auch größere Veränderungen im Vorstand und erweiterten Vorstand des AK PAT an. Ja, das hat mich dann motiviert, für den Vorstand des Arbeitskreises zu kandidieren. Sozusagen von null auf hundert.

Von null auf hundert. Nun bist Du ja nicht nur Vorstand für die Herstellerseite geworden, sondern auch der Vorsitzende des Vorstands. Kommt der nicht traditionell aus der Akademia?

Ja, das ist ungewöhnlich, aber zum Vorsitzenden des Vorstands bin ich etwas wie die Jungfrau zum Kind gekommen. Nachdem die Wahl stattgefunden hat, haben wir alle uns gegenseitig kontaktiert, Katharina Dahlmann, Tobias Eifert und natürlich auch der Martin Jäger, und am Ende bin ich darum gebeten worden, dass ich den Vorsitz übernehme. Meine Antwort war, „ja, ich tue das“, aber mit einer klaren Botschaft an den Vorstand, den erweiterten Vorstand und auch an die Mitglieder: wir sehen das als echte Teamarbeit und teilen es uns auf: Wer kümmert sich um welche Dachorganisationen? Wer um welche Veranstaltungen? Wer um welche Schnittstellen? Und ich nehme es gerne vorweg, es funktioniert hervorragend!

Neuer Vorsitz, neue Richtung? Welche Richtung wird der AK PAT nehmen? Werden sich Themen ändern? Werden sich Schwerpunkte ändern? Wird’s neue geben? Auch Kontinuität?

Ja, wir wollen Dinge ändern und wir haben auch schon Dinge verändert. Das war der Teil, von dem ich gedacht habe, „da kann ich einen echten Mehrwert liefern“. Ich glaube wir führen den AK PAT schon so ein bisschen wie ein Unternehmen, angefangen mit „Mission, Vision, Strategie, Ziele, Maßnahmen“, alles runtergebrochen und detailliert niedergeschrieben, sodass wir eine gemeinsame Marschrichtung haben. Das muss jetzt noch in der Außendarstellung ankommen, da sind wir noch nicht weit genug. Das ist mein Input aus der Managersicht. Also Kontinuität und auch Veränderung im Sinne von Professionalisierung, mit einer Portion Erfahrung aus der Unternehmensführung heraus. Und, ja, natürlich auch mit neuen Themen.

Für mich hört sich das nach mehr Kommunikation, mehr Sichtbarkeit an. Muss die Prozessanalytik mehr aus sich herausgehen? Muss der AK PAT mehr aus sich herausgehen?

Auf jeden Fall. Die Bedeutung der PAT wird total unterschätzt, jedoch inzwischen nicht mehr in den großen Unternehmen, die Veränderungen aktiv vorantreiben. Dadurch, dass, außer bei den PAT-Spezialisten, stark unterschätzt wird, welchen Mehrwert wir bringen können, ist die PAT viel zu wenig in den kleineren und mittelständischen Unternehmen angekommen. Es gibt durchaus mittelgroße Unternehmen, die wenig PAT-Kompetenz haben und die sich an das Thema nicht rantrauen, oder die das Investment scheuen, dort dediziert Kapazitäten aufzubauen – weil eben das Thema nicht so präsent ist, weil die Manager die Wichtigkeit nicht erkennen auf der Ebene der Entscheider, als auch auf der Ebene der Anwender. Deswegen haben wir auch die Arbeitsgruppe „PAT für Einsteiger“ oder „PAT für KMUs“ gegründet, um dort Hilfestellung zu leisten. Und das ist nur eine der inzwischen 10 neu gegründeten Arbeitsgruppen.

Zweimal Vorstand, Maik, wieviel Zeit steckst Du eigentlich in den AK PAT?

Also, ich würde schon sagen, dass ich an die 10% meiner Zeit in den AK PAT stecke; da ist natürlich viel Freizeit mit dabei. Das hatte ich etwas unterschätzt.

Unterschätzt? Wie erklärst Du Dir das?

Das hat neben der inhaltlichen Arbeit auch damit zu tun, dass wir im Arbeitskreis so viele Schnittstellen haben. Wir haben eine Haupt-Dachgesellschaft mit der GDCh. Wir haben einen zweiten Träger und engen Partner mit der DECHEMA. Wir sind in Fachgruppen beider Bereiche vertreten, wir sind in Wissenschafts-Ausschüssen, wir organisieren Veranstaltungen selbst, aber auch in Co. Es ist sehr komplex und ich gebe gerne zu, dass wir ein paar Monate gebraucht haben, um uns eine Landkarte zu erstellen, wo der AK überall Schnittstellen hat und wer sich um welche Schnittstelle kümmert. Und es kommen weitere dazu. Wir haben gerade intensive Gespräche mit der AMA und Wanted Technologies, weil die Prozessanalytik immer mehr Berührungspunkte mit anderen Bereichen bekommt. Und die sind alle hochinteressiert, mit uns zusammenzuarbeiten. Wir müssen uns aber auch fokussieren und dabei ist das Kriterium: Helfen uns die neuen Themen, Partnerschaften und Kooperationen und vor allem unseren Mitgliedern wirklich? Das ist schon eine Herausforderung.

Abschließend: Was ist Deine Botschaft an die Mitglieder?

PAT ist ein total spannendes Thema und hat mehr denn je eine Daseinsberechtigung. Aber es muss eine noch intensivere, partnerschaftliche und übergreifende Zusammenarbeit geben zwischen den Anwendern, die am Ende ja den Nutzen haben sollen, der Wissenschaft und den Herstellern. In vielen Bereichen, in denen Technologie oder Methodik entwickelt wird, ist das eine bilaterale Partnerschaft. Der Trialog des AK PAT, glaube ich, ist das Besondere, weil ohne einen von den Dreien, und nehmen wir gerne die Jungakademiker als Nukleus der Zukunft mit dazu, wird’s nicht funktionieren.

Ja, ich glaube, der Trialog ist etwas, das alle im Arbeitskreis leben und schätzen. Das spürt man. Vielen Dank für das Interview Maik und gute Fahrt im und mit dem AK PAT.

Vielen Dank und ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit.

April 25, 2022 Blog

Praktikantenstelle für die software-unterstützte Modellierung von Kristallisationsprozessen (m/w/d), Merck Darmstadt

Ihre Aufgaben:

  • Sie unterstützen das Projektteam bei der Modellierung von verfahrenstechnischen Prozessen mit dem Schwerpunkt Verdampfungskristallisation.
  • Die Rolle beinhaltet die Nutzung der Software DynoChem zur Ausarbeitung eines an reale Laborergebnisse angepassten Modells.
  • Idealerweise soll darüber hinaus das Scale Up des Laborverfahrens simuliert und ein Workflow zur Prozessmodellierung erstellt werden.
  • Es besteht die Möglichkeit, die Arbeit an dem ausgearbeiteten Modell in Rahmen einer Masterarbeit zu vertiefen.

 

Ihr Profil:

  • Bachelor der Verfahrenstechnik oder vergleichbarer Abschluss in den Ingenieurswissenschaften mit Kenntnissen in der Modellierung von verfahrenstechnischen Prozessschritten
  • Kenntnisse im Downstream-Processing, insbesondere in der Kristallisation, sind vorteilhaft
  • Sehr gute Kenntnisse im Umgang mit MS Office, Schwerpunkt EXCEL
  • Selbständige und lösungsorientierte Arbeitsweise; starker Team-Player
  • Deutsch und sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift

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April 19, 2022 Ausschreibung

Ingenieur (m/w/divers) für die Prozessanalysentechnik, Thyssenkrupp, Bad Soden am Taunus

Ihre Aufgaben:

  • Sie bearbeiten selbständig Prozess Analysen Pakete im Rahmen der Planung von Großanlagen der Chemischen Industrie
  • Sie erstellen Konzepte und Spezifikationen von On-line Prozessanalysengeräten und der dazugehörigen Probenaufbereitung, inklusive verfahrenstechnischer Auslegung
  • Sie berechnen verfahrenstechnische Stoffdaten zur Auslegung der Analysensysteme (z.B. Aspen Berechnung oder vergleichbar)
  • Sie erstellen Konzepte und Spezifikationen von Brandmelde- und Gasalarmsystemen
  • Sie erstellen Konzepte und Spezifikationen von Handprobenahme Systeme
  • Sie unterstützen und beraten den Einkauf bei der Beschaffung von Prozess Analysen Technik
  • Sie arbeiten interdisziplinär mit unseren Büros weltweit
  • Sie unterstützen die Montage und nehmen die Systeme im In- und Ausland in Betrieb

Ihr Profil:

  • Sie haben ein abgeschlossenes Hochschulstudium in der Fachrichtung Chemie, Physik, Verfahrenstechnik, chemische Technik oder entsprechende Bereiche
  • Sie verfügen über fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet chemischer Abläufe, physikalische Messtechnik und Elektrotechnik
  • Sie haben gute englische und deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
  • Sie sind mobil und bereit für befristete weltweite Einsätze
  • Ein zielgerichteter, selbständiger und praxisorientierter Arbeitsstil zeichnet Sie aus
  • Mit Eigeninitiative und Teamfähigkeit bereichern Sie unser Team und unterstützten uns durch Ihre Kontaktfreudigkeit, Durchsetzungsvermögen und Verhandlungsgeschick

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März 29, 2022 Ausschreibung

Ad hoc-Arbeitsgruppen im AK PAT

Ihr habt sicher schon bemerkt, dass wir in unserer Kommunikation immer wieder von Arbeitsgruppen sprechen, die an den Start gegangen und auch schon aktiv geworden sind. An dieser Stelle möchte ich Euch gerne mal einen Überblick geben, mit welchen Schwerpunkten sich diese kleinen, kreativen Arbeitsgruppen (AGs) innerhalb des AK PAT neuerdings beschäftigen.

Es gibt aktuell 8 Arbeitsgruppen, die sich hier finden:

• POSITIONSPAPIER – Wofür steht der AK PAT? in welchen Bereichen wollen wir aktiv sein?
• MITGLIEDERGEWINNUNG – größere Repräsentanz der PAT
• AUSSENDARSTELLUNG – mehr Sichtbarkeit für die PAT und den AK PAT
• REDESIGN DER WEBSITE – Inhalte, Struktur, Lesbarkeit
• PAT USE CASES FÜR KMU – PAT-Erfahrung/Wissen teilen mit kleineren und mittelgroßen Unternehmen
• FORTBILDUNGSKONZEPT – Lernen von den Erfahrenen und Praktikern
• INTELLIGENTE PAT-ANWENDUNGEN – Data Engineering, Data Science
• KÜNSTLICHE INTELLIGENZ (KI) IN DER PAT – einfache Anwendung von KI-Methoden

Mitglieder und auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen, mitzuwirken!

März 16, 2022 Nachrichten

Technologie-Roadmap „Prozess-Sensoren 2027+“ der NAMUR – ein programmatisches Dokument

post by Martin Gerlach

Die Prozessanalysentechnik bringt Transparenz in qualitative Prozessvorgänge, wenn die Feld­mess­technik, so wie Druck, Temperatur und Durchfluss, keine schlüssige Interpretation des Prozessstatus erlaubt. Heutige verfahrenstechnische Produktionsprozesse und technologische Fortschritte stellen daher höhere Anforderungen an die Prozessführung, wodurch die Bedeutung der PAT und die Durch­dringung unserer Anlagen mit Prozess-Sensoren zugenommen hat und weiter zunehmen wird. Dies geht im Wesentlichen auf die drei vorhergehenden Technologie-Roadmaps zurück.

Die Herausforderungen, die die Endlichkeit von Öl-, Gas- und Kohlevorkommen gepaart mit dem Klima­wandel an die Prozessindustrie stellen, erfordern gewaltige Veränderungen in der Prozesslandschaft, um diesen Herausforderungen gerecht werden zu können.

„Carbon neutral“ und Kreislaufwirtschaft mit geschlossenen Stoffströmen sind im Augenblick Vor­haben, welche in den nächsten 10-15 Jahren in unsere industriellen Prozesse vollständig integriert werden müssen. Dies muss in nur einem Zehntel der Zeit erfolgen, welche die Menschheit hatte, um die heutigen Prozesse zu entwickeln und zu optimieren. Die Anforderungen an moderne Mess­techniken und Sensorik sind, um in diesem Kontext entsprechende Beiträge liefern zu können, ent­sprechend hoch.

Die im November 2022 vorgelegte, vierte Technologie-Roadmap 2027+ ist wieder ein Gemeinschafts­werk von Anwendern, Herstellern und der Akademia und bündelt diese neuen Anforderungen in 19 alte und neue Thesen, welche den Bedarf an technologischer Entwicklung etwa bis zum Jahr 2027 wider­spiegeln. Die Roadmap liefert damit einen programmatischen Beitrag für die Transformation der Prozessindustrie und deren gesellschaftliche Akzeptanz.

Die Inhalte gliedern sich in fünf Themencluster, wobei Digitalisierung und Nachhaltigkeit über­greifende Kernthemen der künftigen Entwicklung sind und somit Effizienz- und Gewinnsteigerung als Treiber überholt haben bzw. als Unterthemen darin aufgegangen sind.

Allgemein zunehmende Anforderungen an Genauigkeit, Empfindlichkeit und Robustheit der Mess­technik und Software, sowie die immer wichtiger werdende Zustandsüberwachung und Selbstdiagnose erfordern zunehmend digitale Kommunikationsschnittstellen für Neu- und Bestandsanlagen.

Neue Produktionsprozesse und Applikationsfelder im Bereich der Nutzung nachwachsender Roh­stoffe sowie erforderliche Energieeinsparungen sind sehr wichtige, zusätzliche Einsatzgebiete der Prozessanalytik. Auch Bioprozesse werden eine immer größere Rolle spielen. Der zunehmend erforder­liche gesteigerte Einsatz von Messtechnik für rezyklierte oder nachwachsende Rohstoffe stellt wegen der hohen Variabilität dieser Stoffe neue Anforderungen an die Prozess-Sensorik.

Die Entwicklung neuer Messstrategien greift den schon seit vielen Jahren laufenden Prozess zur Übertragung von Laboranalysenverfahren in den Prozess auf, um Messergebnisse zeitnah aus dem Prozess zu erhalten. Dieser bereits länger andauernde Prozess wird sich weiter fortsetzen. Einweg-Sensoren werden eine zunehmende Rolle in der Biotechnologie bei Prozessen, welche in Einweg-Behältern stattfinden, spielen.

Die Nutzung digitaler Daten wird in der Digitalisierung eine zentrale Rolle spielen. Prozess-Sensoren werden aus diesem Grunde zunehmend „smart“ werden. Digitale Zwillinge der Sensoren werden bei der Planung neuer Messtechnik eine größere Bedeutung erhalten. Die Konfiguration und Para­metrisierung erfolgen dann bereits weit im Vorfeld der physischen Inbetriebnahme. Daraus ergeben sich neue Geschäftsmodelle für Anwender, Hersteller und Service-Provider. Die Anreicherung der Mess- und der Vitaldaten durch weitere interne und externe Daten, und deren Zusammenführung durch KI-Methoden, kann weitere Erkenntnisse, über die originären Sensor-Daten hinaus, zum Prozess selbst und zu Anlagenkomponenten generieren.

Um die Nutzung digitaler Daten durchgängig und nahtlos verfügbar zu machen, bedarf es eines übergreifend standardisierten Informationsmodells. Das dafür spezifizierte NOA Informationsmodell setzt auf PA-DIMTM und OPC UA Definitionen auf und berücksichtigt auch Anforderungen an die Informationssicherheit. Dies öffnet den Zugang zur übergeordneten IT-Welt. Die Welten von OT und IT wachsen dadurch mehr und mehr zusammen. OT-Implementierungen können dabei Multi-Cloud Architekturen nutzen, für die Cloud- und Edge-Anteile genutzt werden können.

Die fünf Themencluster der Roadmap „Prozess-Sensoren 2027+“ (Quelle: Arbeitskreis)

 

Handlungsfelder

Die Roadmap definiert als Handlungsbereiche folgende Arbeitsfelder für die Weiterentwicklung der Prozess-Sensorik:

Hersteller:

Die Standardisierung von Vitalitätsdaten soll den nachhaltigen und zuverlässigen Betrieb der Mess­technik unter Zuhilfenahme der Digitalisierung effektiver und effizienter gestalten. Dazu muss das NOA-Konzept (NAMUR Open Architecture), welches der NAMUR- Arbeitskreis 3.6 gemeinsam mit dem ZVEI für die Analysentechnik erarbeitet hat, vollständig in die nächste Gerätegeneration einfließen.

Akademia:

Sehr frühe technologische Entwicklungen sollen in Zukunft unter Einbeziehung der Akademia (Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen) erfolgen. Die Inhalte der vorliegenden Roadmap sollen Teil öffentlicher Förderprogramme werden, die diese Einbeziehung der Akademia ermöglichen sollen. Um den zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden, müssen sich die Anforderungen an die Ausbildung an den Hochschulen und Universitäten im Sinne eines übergreifenden, vernetzten Denkens verändern.

Anwender:

Anwender müssen entsprechende Testmöglichkeiten für die Zusammenarbeit mit den Geräte­herstellern und den Hochschulen für die in Entwicklung befindliche Sensorik zur Verfügung stellen. Die Digitalisierung erfordert eine Anpassung der Arbeitsabläufe bei den Anwendern wie zum Beispiel sensor- und messstellenspezifische Dashboards in der Fachabteilung und die Mitnahme von Tablets in Anlagen zur Unterstützung der täglichen Arbeit bei der Planung und des Betriebs von Sensorik und Messtechnik.

Die Technologie-Roadmap „Prozesssensoren 2027+“ könnt ihr hier herunterladen.

März 7, 2022 Blog

Ingenieur (m/w/d) Prozessanalysentechnik, Evonik, Hanau

Ihre Aufgaben:

  • Entwicklung und Adaption von Methoden der Mess- und Analysentechnik f ür die Prozessentwicklung und -Optimierung
  • Automatisierung von prozessnahen, komplexen Messaufgaben
  • Entwicklung und Betreuung von analytischen Aufgabenstellungen von der Idee bis zur Implementierung im Betrieb
  • Aktive Einbringung hoher Methodenkompetenz aus den Bereichen Messtechnik und Prozessanalytik, Automatisierungs- und Regelungstechnik im Rahmen interdisziplinärer Experten- und Projektteams
  • Planung, Aufbau und Inbetriebnahme von Analysensystemen in neuen Produktionsanlagen

Ihr Profil:

  • Überdurchschnittlich abgeschlossenes Studium (bevorzugt mit Promotion) in der Fachrichtung Physik, Prozessanalysentechnik, Chemie, Automatisierungstechnik oder Verfahrenstechnik
  • Erste Erfahrung im Bereich der optischen Messverfahren
  • Sehr gute englische Sprachkenntnisse
  • Selbstständige Arbeitsweise in interdisziplinären und interkulturellen Teams
  • Ausgeprägte Kommunikations- und Integrationsfähigkeit
  • Internationale und regionale Reisebereitschaft

Weitere Informationen

März 4, 2022 Ausschreibung

Praktikant (m/w/d) im Bereich Prozessanalysentechnik, Covestro, Uerdingen

Ihre Aufgaben:

Unser Funktionsbereich CTO (Chief Technology Officer) sorgt für einen reibungslosen und sicheren Ablauf an den internationalen Produktionsstandorten. Zudem ist er für die Planung, Errichtung und Weiterentwicklung unserer Produktionsanlagen zuständig.

Werden Sie Teil des Teams “Prozessanalysentechnik (PAT)” und unterstützen Sie uns bei der Planung von neuen Messsystemen mit dem Zusammenführen technischer Angabe in Datenbankensystemen. Im Detail gestalten sich die Aufgaben wie folgt:

  • Sie erstellen und betreuen globale PAT Bauteil-Datenbanken als Hilfsmittel für Investitionsprojekte

  • Ihre Expertise im Bereich der Datenbankmanipulation setzen Sie ein, um verschiedene Datenquellen zu verschmelzen und entsprechend der Datenstruktur zu bereinigen

  • Die Recherche von technischen Spezifikationen von PAT Bauteilen zur Komplettierung der Datenbank zählt ebenso zu Ihren Aufgaben, wie die Kombination dieser mit der neuen Datenstruktur

  • Ebenso gewinnen Sie Einblicke in die Abläufe der PAT bei Investitionsprojekten sowie in bestehende Produktionsanlagen

  • Sie bekommen die Möglichkeit sowohl kontinuierlich, als auch in eigenen Projekten, unsere PAT Planung durch Ihre Ideen zu optimieren

Ihr Profil:

  • Sie studieren Chemie / Physik / Ingenieurwesen oder eine ähnliche Fachrichtung

  • Sie sind neugierig auf die bunte Welt der Chemieindustrie, haben Lust, die richtigen PAT-Techniken für die Covestro im Detail kennenzulernen und zu recherchieren

  • Grundlegende Kenntnisse der physikalisch/chemischen Messmethoden der Prozessanalysentechnik / instrumenteller Analytik bringen Sie mit

  • Sie verfügen über Erfahrungen im Bereich des Datenbankenhandlings (SQL, MS Access oder vergleichbar)

  • Es fällt Ihnen leicht, auf andere Menschen zuzugehen und verbindlich sowie adressatengerecht zu kommunizieren

  • Ihre Arbeitsweise wird durch ausgeprägte Proaktivität und einer starken Teamorientierung geprägt

  • Ihre fließenden Englischkenntnisse können Sie in Wort und Schrift anwenden

Wir bieten Ihnen zum nächstmöglichen Zeitpunkt ein Praktikum für die Dauer von max. 6 Monaten.

Weitere Informationen

März 4, 2022 Ausschreibung

Der Jahresbericht 2021 des Arbeitskreises Prozessanalytik ist da

Die Ereignisse des abgelaufenen Jahres sind im Jahresbericht zusammengefasst. Der neue Vorstand hat seine Aufgaben mutig angepackt.

Doktorandenseminar und Europact waren 2 hervorstechende Ereignisse im von Corona geprägten Jahr 2021.

Alle weiteren Informationen findet Ihr im Jahresbericht auch auf der Homepage. 

Viel Spaß beim Durchlesen. Vielleicht lasst Ihr Euch damit anregen im laufenden Jahr an dem ein oder anderen Event mitzumachen.

Februar 15, 2022 Nachrichten

AK PAT-Beteiligung bei Namur UA PAT-Module

Die Namur beschäftigt sich im Unterarbeitskreis 3.6.4 des Arbeitskreises 3.6 Prozessanalysentechnik mit PAT-Modulen. Es geht um modular konzipierte Analysensysteme, die normiert Analysatoren, Probenvorbereitungen, Probenahme-Einrichtungen und Schnittstellen beinhalten.

Ziel ist die Reduktion von individuellem Engineering-Aufwand bei sich wiederholenden Fragestellungen. Hierfür müssen verstärkt Definitionsfragen geklärt werden. Seitens des AK-PAT leitet Martin Gerlach den Unterarbeitskreis „PAT-Module“ und arbeitet somit auch aktiv an dem Thema mit.

Bei Fragen oder Vorschlägen zum Thema nutzen Sie den AK PAT internen Mitgliederbereich bei LinkedIn.

Februar 11, 2022 Nachrichten

Leidenschaft für die PAT: Gesichter im AK PAT

post by Werner Worringen

Vorstand, erweiterter Vorstand und die in den Arbeitskreisen Aktiven im AK PAT arbeiten nun seit einem Jahr zusammen. Die jeweiligen Mitglieder wollen wir in einer lockeren Reihe vorstellen. Werner Worringen, seit 2017 im erweiterten Vorstand dabei, spricht mit ihnen.

 

Mitglied Felix Schlecht engagiert sich seit einigen Monaten im Kommunikationsteam des AK PAT.

 

 

Grund genug, ihn nach seiner Motivation und seinen Schwerpunkten zu befragen; hier ist zunächst seine Vita:

2021–2022 Master-Studium Prozessanalytik und Polymerchemie an der FH Reutlingen

2020  Bachelorabschlussarbeit bei der Firma InProcess Instruments, Bremen

2018–2020 Studium der Chemie an der FH Aalen, Abschluss als Bachelor of Science

2015–2018 Studium der angewandten Chemie an der FH Reutlingen

2012 Staatsexamen Rettungsassistent

2010 Ausbildung zum Rettungssanitäter

2008-2010 Ausbildung zum Chemisch-Technischen Assistenten

 

Felix, danke für deine Bereitschaft zu diesem Interview. Deine Vita sagt, du bist Masterstudent; womit beschäftigst du dich gerade?

Ich bin aktiv im Bereich des Prozess­analytik-Studiengangs an der Hoch­schule Reutlingen. Mein Arbeitsgebiet ist aktuell die Forschung im Rahmen des Master-Studiums an der Hoch­schule Reutlingen. Tatsächlich arbeite ich an einem PAT-Projekt im Rahmen unseres projektorientierten Lernens im Master-Studium. Es handelt sich dabei um ein Projekt zur Synthese von Biodiesel und des Inline- und Online-Monitorings mit unter­schiedlichen prozess­analytischen Messmethoden.

PAT-Forschung an der Hochschule Reutlingen; da ist es nicht weit zum AK PAT, da gibt es bestimmt bei dir Verbindungen zum Arbeitskreis. Was war für dich die Motivation Mitglied bei uns zu werden?

Da gibt es auf jeden Fall Verbindungen, und zwar insofern, dass der Leiter des Prozessanalytik-Instituts der Hochschule Reutlingen, Professor Rebner, selbst Mitglied im AK PAT ist und dort auch im erweiterten Vorstand war. Über ihn bin ich an die Mitgliedschaft gekommen. Ich habe für mich entschieden, ich möchte in diesem Arbeitskreis mit dabei sein, weil ich sehe, dass für die Industrie 4.0 und das Weiterkommen in der Klimaneutralität die Prozessanalytik immer wichtiger wird und ich auch einen Meilenstein setzen will für zukünftige Generationen.

Also, Mitglieder werben Mitglieder. Nun bist du Mitglied, aber das ist dir offenbar nicht genug? Du machst seit Kurzem mit im Kommunikationsteam.

Absolut richtig. Das Thema Kommunikation liegt mir eigentlich im Blut. Das rührt aber auch daher, dass ich in meiner vorherigen Zeit aktiv im Rettungsdienst unterwegs war, und zwar als Rettungs­assistent. Dort muss man sehr viel und klar kommunizieren mit Patientinnen und Patienten, dem medizinischen Personal und den Fachabteilungen und den eigenen Kollegen, und das unter Zeitdruck. Das ist auch ein Trialog, wie wir es so schön nennen. Das Thema Kommunikation ist auch bei der Prozessanalytik und beim AK PAT ein wesentlicher Punkt. Da geht es um das Vernetzen der unterschiedlichen Mitgliederinnen und Mitglieder und natürlich auch das Vernetzen der Expertinnen und Experten, um einen besseren Austausch untereinander zu generieren.

Wie stellst du dir das konkret vor?

Ich möchte mich zum einen im Bereich der Außendarstellung des AK PAT engagieren, d.h. ich möchte versuchen aktiv Mitglieder zu werben, natürlich auch an der Basis, sprich bei den Studentinnen und Studenten. Ich möchte den AK PAT vorstellen, neue Interessen wecken und ihnen die Scheu nehmen, Expertinnen und Experten aus diesem Arbeitskreis anzusprechen, wenn in ihren Projekten Fragestellungen auftreten, die allein nicht gelöst werden können. Oder das Interesse an neuen Themen fördern, die man eben auch im AK PAT austauscht. Ich möchte dabei mitwirken, eine größere Kommunikationsplattform zu gestalten, z.B. gerade jetzt, was den Internet-Auftritt anbelangt, aber auch die Fortführung des Mitgliederbereichs auf der LinkedIn-Seite.

Ja, vom Mitgliederbereich in LinkedIn versprechen wir uns einiges an unkompliziertem Austausch, schön dass du dich dort um den Anschub kümmern möchtest. Aber wie kommst du zu diesen Themen?

Wie ich zu meinen Themen komme? Ich komme darauf zum einen über die Kontakte hier im AK PAT, also z.B. den Matthias Rädle, mit dem ich mich sehr viel ausgetauscht habe. Aber natürlich auch, weil ich aktiv mitverfolge, auf LinkedIn beispielsweise, was der AK PAT so macht. Und natürlich auch damals über das Herbstkolloquium im Jahr 2020, wo ich aktiv mit dabei war und da digital mitverfolgt habe, was in der PAT so passiert und in welche Richtung z.B. auch das Thema Digitalisierung in der PAT zukünftig gehen wird.

Das passt gut, denn die Digitalisierung wird in Zukunft einer unserer Schwerpunkte in einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe sein. Gibt es bei dir denn auch ein Lieblingsthema, das dir besonders am Herzen liegt, und das wir künftig in unserer Kommunikation finden werden?

Oh ja. Da fällt mir sofort ein Thema aus der letzten Mitgliederversammlung ein, in dem es darum ging, das Wissen bzw. die Studieninhalte zu reformieren an den HAWs und auch an den Universi­täten. Da ist mir sehr deutlich geworden, auch jetzt im Rahmen von unserem Studiengang, dass wir mittlerweile sehr zukunftsorientiert arbeiten und auch schon die Themen für die zukünftigen Generationen legen mit unseren Studieninhalten. Ich finde das ist ein relevantes Thema, das es weiter fortzuführen gilt. Tatsächlich habe ich auch schon als Projektleiter in einem Team zur Verbesserung der Lehre an der Hochschule mitgearbeitet. Da ging es in einem anderen Kontext um Lehrinhaltsverbesserungen. Ich könnte mir vorstellen, in diesem Bereich als Botschafter mitzuwirken.

Damit hätten wir für unsere Kommunikation auch einen Botschafter in unseren Kreisen.

Vielen Dank, lieber Felix, dass wir Dich näher kennenlernen durften. Ich freue mich auf die Zusammen­arbeit. Da die Kommunikation Dein Thema ist, werden wir bestimmt noch von dir hören.

Februar 11, 2022 Blog
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